Dr. Anja Schultze-Krumbholz

Prävention von Cybermobbing in der Schule (Vortrag)

Cybermobbing findet statt, wenn Personen andere mittels digitaler Medien wiederholt und absichtlich beleidigen, bedrohen, belästigen oder demütigen. Dieses Verhalten hat für die Betroffenen teils schwerwiegende, mitunter auch nachhaltige Auswirkungen wie beispielsweise Verminderung des Selbstwertgefühls, vermehrte Angstsymptome und vermehrte depressive Symptome. Ursachen für das Verhalten finden sich in individuellen Merkmalen der Täter*innen, aber auch in Merkmalen des sozialen Umfelds, vor allem der Schule. Dennoch gibt es wenig gesichertes Wissen, wie Schulpersonal und Schulen effektiv gegen Cybermobbing intervenieren können. Erste Präventionsansätze existieren dagegen bereits.

Im Vortrag wird diskutiert, welche Rolle der Schule bei der Prävention von Cybermobbing zukommt und welche Präventionsansätze es bereits gibt. Vertiefend wird einer dieser Ansätze, das Medienhelden-Programm, vorgestellt.

Dr. Anja Schultze-Krumbolz forscht seit 2007 zum Thema Cybermobbing und schrieb ihre Dissertation zum Thema „Cyberbullying – Risiko- und Schutzfaktoren, Folgen und Prävention“. Seit 2016 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Pädagogische Psychologie der Technischen Universität Berlin, wo sie u.a. auch als Dozentin in der Lehrkräftebildung tätig ist. Das von ihr mitentwickelte Präventionsprogramm „Medienhelden“ wurde mit dem 2. Platz des European Crime Prevention Awards ausgezeichnet. Sie war und ist aktuell Mitglied nationaler und internationaler Expertenkommissionen zu Mobbing und Cybermobbing.