Dr. Karl Gebauer

Mobbing – Eine Machtübernahme im Klassenzimmer

Mobbing ist ein aggressiver Akt und bedeutet, dass ein Schüler / eine Schülerin über einen längeren Zeitraum belästigt, schikaniert oder ausgegrenzt wird. Diese Prozesse laufen in der Regel verdeckt ab, sind also nur schwer von Lehrkräften zu erkennen. Das hat im Extremfall schwerwiegende Folgen. Oft entwickelt sich in einer Klasse eine autoritäre Herrschaftsstruktur, die von einem Schüler / einer Schülerin ausgeht. Häufig kommt es dabei vor, dass Lehrkräfte in diesem Prozess ihre Autorität verlieren. Ihren Platz nimmt der Mobber / die Mobberin ein. Er / Sie bestimmt den Verhaltenscodex. Die Schüler*innen leben und agieren in zwei „Klassenwelten“. Die Schattenwelt ist den Lehrpersonen meistens verborgen.

Im Vortrag werden Lösungsansätze dargestellt und spezifische Aufgaben beschrieben, die von Opfern, Mitläufern, Tätern und Lehrpersonen zu bearbeiten sind.

Dr. phil. Karl Gebauer, war Lehrer und 25 Jahre Schulleiter der Göttinger Leinebergschule. Er hat mehrere Bücher zu Erziehungs- und Bildungsfragen veröffentlicht. Dabei war es ihm wichtig, Erkenntnisse aus Nachbarwissenschaften in seine Arbeit einzubeziehen. Er ist Mitinitiator und Gestalter der Göttinger Kongresse für Erziehung und Bildung.

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