Uta Böttcher

Meditativer Tanz und tanztherapeutische Elemente (Workshop)

Wertschätzung beginnt bei uns selbst. Tänzerisch – mit Körper und allen Sinnen – üben wir Achtsamkeit, richten Aufmerksamkeit auf das, was uns stärkt. In einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche und Verunsicherungen, ist es manchmal erforderlich, alte Ansichten zugunsten neuer Erfahrungen und Erkenntnisse loszulassen und offen zu sein für Veränderungen. Dabei gilt es, die eigenen Wertvorstellungen zu überprüfen und zu klären.

Über inneres Erleben im Tanz können wir Gefühle, Gedanken und Überzeugungen bewusst machen. Wir vertiefen unsere Wahrnehmung für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir arbeiten. Mit dieser Präsenz und feineren Wahrnehmung können wir uns, und unser Wirken im Außen verändern.

Im Workshop werden Bewegungsformen angeboten, die Gesundheit fördern, Genuss vermitteln und Oasen des Innehaltens ermöglichen. Meditative Tänze sind einfache Choreografien sich wiederholender Schrittformen nach klassischer, zeitgenössischer oder traditioneller Musik. Tänze lassen uns Lebendigkeit und Lebensfreude spüren: wir erleben vielfältige Begegnungen und erfahren Verbundenheit mit anderen Menschen.

Uta Böttcher arbeitet seit vielen Jahren als Tanz- und Physiotherapeutin und leitet Meditative Tanzgruppen. Aktuell ist Sie in der Asklepios Psychiatrie Niedersachsen als Körper- und Tanztherapeutin tätig. Weiterhin arbeitet sie als Schmerzphysiotherapeutin für die Universitätsmedizin Göttingen. Von 1993-2010 war sie als Physio- und Bobathkindertherapeutin in integrativen Einrichtungen beschäftigt.

Meera Drude

Neue Autorität durch Präsenz und Beziehung (Vortrag und Workshop)

In unserer schnellstlebigen und multimedialen digitalen Zeit werden die Anforderungen an ErzieherInnen und LehrerInnen in Kitas und Schule immer komplexer und umfassender. Jedes Kind ist anders vorgeprägt und bringt dies mit ein. Diese Unterschiedlichkeit ist einerseits sehr bereichernd, erfordert aber auch eine andere Art von Beziehungsaufbau und auch Beziehungsgestaltung. Es gibt nicht mehr die unangefochtene Macht aus der Rolle des Erziehenden heraus, und das ist auch gut so, bringt es doch einen Prozess von wertschätzendem Miteinander in Gang. In der Interaktion zwischen Erziehenden (Eltern, Erzieher, Lehrer) und Kindern, in Konfliktsituationen und bei Eskalationen, wird durch Präsenz und klare Grenzen dem Kind Sicherheit und tragfähige Beziehung vermittelt. Grenzen, Strukturen und Regeln geben ihm den Rahmen, den es zum Wachsen und Modelllernen benötigt. Gleichzeitig erfahren sich die Erziehenden durch die Methoden der neuen Autorität in ihrem pädagogischen Auftrag gestärkt und unterstützt; Selbstreflexion und die Entwicklung von Selbstfürsorge werden ermöglicht.

Wie kann dieses gelingen?

Im Vortrag werden die wichtigsten Bausteine des Konzeptes der Neuen Autorität vorgestellt, die einzelnen Schritte hierzu beschrieben und Methoden und Wege zur Umsetzung aufgezeigt.

Der nachfolgende Workshop dient der praktischen Erfahrung durch einzelne Übungen aus den im Vortrag beschriebenen Bausteinen. Es wird interaktiv ein persönliches Erleben ermöglicht, das die Umsetzung der einzelnen Schritte veranschaulicht und erfahrbar macht: „Was macht es mit mir (Kind), wenn meine Erzieher, Eltern, Lehrer sich z.B…….. verhalten?“

Meera Drude arbeitet seit vielen Jahren als Psychotherapeutin in eigener Praxis in Göttingen. Darüberhinaus ist sie in den verschiedendsten Bereichen supervisorisch tätig. Sie hat eine eigene Methode der Aufstellungsarbeit entwickelt und arbeitet in diesem Bereich sowohl im therapeutischen als auch organisatorischen Kontext.

Katja Saumweber

Positiv auf Kinder, Familien, Kolleg*innen und sich selbst blicken (Vortrag und Workshop)

Die Philosophie des Early Excellence-Ansatzes ist der Nährboden für eine Kultur der Wertschätzung und Achtsamkeit. Im Laufe meiner biografischen Entwicklung ist mir sehr deutlicher geworden, wie wichtig ein Klima der Anerkennung und Wertschätzung für das innere Wachstum eines Menschen ist. Der Early Excellence-Ansatz gibt vor allem auch Antworten darauf, wie sich das berufliche Klima, z.B. in einer Kita, positiv gestalten lässt. Im Vortrag möchte ich von diesen Erfahrungen berichten und die drei Grundfeiler des Ansatzes darstellen

In einem Workshop werde ich überwiegend mit Geschichten aus meiner Praxis einige Kernelementen des Ansatzes vertiefen. Dort sollen vor allem auch die vielen Fragen, die sich bei der praktischen Umsetzung ergeben diskutiert werden. Hier kommen die Erfahrungen der Teilnehmer*innen zu Wort.

Katja Saumweber, geb. in Bayern, Dipl. Sozialpädagogin. Master of Philosophie (MPH), Early Excellence-Berater*in, Marte Meo Kollegen Trainer*in, studierte in Bayern und Neuseeland, 14 Jahre Fachberatung für KiTas, seit 7 Jahren Mitarbeitende der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

Dipl. Psych. Ulrike Schneiberg, Moderation

Wertschätzung ist die Grundhaltung in allen meinen beruflichen Feldern: als Therapeutin, Moderatorin und Coach. Für die Entwicklung einer wertschätzenden Haltung ist es wichtig, gut mit sich selbst und seiner Umwelt verbunden zu sein.

Mein Anliegen ist es, diese Verbindung zu stärken: „Creating Connection“ mit sich selbst in der Einzeltherapie, zwischen Partnern in der Paartherapie, zwischen äusseren Anforderungen und eigenen Wünschen und Möglichkeiten im beruflichen Coaching und zwischen Rednern und Präsentatoren und ihrem Publikum in der Moderation.

Dr. med. Dagmar Weise

Kindeswohlgefährdung und die Aufgaben des medizinischen Kinderschutzes (Vortrag)

Kindesmisshandlung ist die gravierendste Form der Kindeswohlgefährdung und stellt einen traurigen Gegenpol zur selbstverständlich geforderten Wertschätzung von Kindern dar.

In diesem Vortrag werden die Definition und die Formen der Kindesmisshandlung erörtert. Wie häufig kommt dies vor und wie können wir es frühzeitiger erkennen? Ausführlich wird hierzu die Kinderschutzarbeit in der Medizin beschrieben, welche jedoch nur durch eine gute Kooperation mit engagierten Akteuren in den Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen und Behörden zu einem guten Ergebnis führen kann.