Susanne Viernickel


Fotograf: Michel Buchmann

Am Limit. Wie unzureichende Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung kindliches Wohlbefinden und frühe Bildung gefährden (Vortrag)

In Deutschland besuchen 95 Prozent aller Kinder vor Schuleintritt eine Kindertageseinrichtung. Das Wissen um die lebenslang wirksame Bedeutsamkeit von Erfahrungen, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren machen, ist gesellschaftlich breit verankert. Dennoch schafft es Politik nicht, die Rahmenbedingungen für eine hohe Bildungsqualität im System der frühen Bildung und Erziehung abzusichern. Der Fachkräftemangel in Verbindung mit den angesichts der krisenhaften Ereignisse der letzten Jahre immer komplexer werdenden Anforderungen bringen das System in eine noch stärkere Schieflage. Was bedeutet das für die Kinder, Familien und pädagogischen Fachkräfte? Und könnte ein bundesweites Kita-Qualitätsgesetz hier Abhilfe schaffen?

Susanne Viernickel ist Diplom-Pädagogin und Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Universität Leipzig. Dort leitet sie den Masterstudiengang „Professionalisierung frühkindlicher Bildung“ und ist Direktorin der wissenschaftlichen Einrichtung „Lehr- und Forschungskindertagesstätte“ der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Wissenschaft-Praxis-Transfer sind frühe Bildungsprozesse, Qualität, Qualitätsentwicklung und integrierte Bildungs- und Gesundheitsförderung in Institutionen der Kindheitspädagogik sowie Professionalisierung kindheitspädagogischer Fachkräfte. Aktuell forscht sie zu Einflüssen auf das Wohlbefinden von Krippenkindern und im Übergang Kindergarten-Grundschule. Ehrenamtlich engagiert sich Susanne Viernickel u.a. im Vorstand der Deutschen Liga für das Kind, im Aufsichtsrat der FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH und als Mitherausgeberin der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Frühe Bildung. Susanne Viernickel ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.