Ute Wieder

Ute Wieder„Mach mal – zeig mal – lass hören!“ Zu früher Sprachbildung in Kunstprojekten mit Kindern aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien (Vortrag)

In der Kunst gibt es keine Sprachbarrieren. Kunst kann über Worte hinaus alles sein und erweitert unsere Kommunikationsmöglichkeiten. Kinder, die mit ihren Familien aus Krisengebieten geflohen sind, kommen plötzlich in eine fremde Gesellschaft und Kultur mit fremder Sprache und brauchen dringend Begegnungsmöglichkeiten für ein soziales Miteinander im neuen Land.

In Kunstprojekten bieten sich den Kindern Chancen, mit den Mitteln der Kunst über die Grenzen ihrer sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten hinauszugehen und in Interaktion mit anderen zu treten. Dabei können sich ihnen immer neue Perspektiven eröffnen.

Wie findet man  Kinderkunstprojektideen, die sowohl Freiraum für das Verfolgen eigener und gemeinsamer, als auch für das Nachahmen von Ideen anderer Kinder und auch Künstler zulassen? Welche Rahmenbedingungen brauchen Projekte, um sprachanregend und -bildend für Kinder aus unterschiedlichen Kulturen und Herkünften zu wirken?

Beispiele aus der Praxis zeigen exemplarisch den Weg von der Ideenfindung bis zum Projektabschluss und den darin enthaltenen Sprachbildungspotenzialen auf.

Ute Wieder, Diplom–Kunstpädagogin, Leitung von: MAL MIR MAL – Atelier im Paritätischen Kindergarten und KINDER+KUNST Galerie e.V., Atelier und Werkstatt, Göttingen. Seit 1991 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig.