Duchatsch / Hinz / Lüdecke / Moneke / Riebe

wasgrosses

v.l.n.r.: Duchatsch / Hinz / Lüdecke / Moneke / Riebe

Das hier ist was richtig Großes“* – Schulkinder erobern eine Seniorenresidenz (Workshop)

Dieses Intergenerationenprojekt entstand 2012 durch eine Kooperation der Ev.-luth. Kindertagesstätte St. Martin und dem GDA Wohnstift in Geismar/Göttingen.

Das Besondere daran ist die Möglichkeit der Begegnung zwischen den Kinder und den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern im gesamten Haus. Längst herrscht hier gelebte Normalität.Auch bei vielfältigen gemeinsamen Aktionen tauschen Jung und Alt ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus.

Für Kinder hat diese Zeit eine besonders prägende Bedeutung: Denn von der Lebenserfahrung der Älteren können jüngere Generationen profitieren und ältere Menschen von der Unbefangenheit, Freude und Neugier der Kinder.

*Zitat eines 9-Jährigen Hortkindes

Till Duchatsch, Jahrgang 1974, verheiratet, zwei Töchter, studierte in Göttingen Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing und Unternehmensführung. Seit 2010 ist er in Göttingen im GDA Wohnstift Göttingen, einer Seniorenresidenz mit 580 Wohneinheiten, für das Marketing verantwortlich. Gemeinsam mit seinem Team setzte er dort viele Kooperationen um, wie die Integration von studentischem Wohnen, die Einrichtung einer Hortgruppe in Kooperation mit der Kindertagesstätte St. Martine oder Projekte mit wichtigen Kulturanbietern wie dem Göttinger Symphonieorchester oder dem Deutschen Theater.

Ulrike Hinz ist Dipl. Sozialpädagogin und leitet die Ev. Kindertagesstätte St. Martin in Göttingen. Sie hat die Rahmenbedingungen für das Projekt geschaffen und begleitet das Projekt „Jung und Alt gemeinsam“ von Anfang an.

Rita Lüdecke ist sozialpädagogische Fachkraft und hat eine Zusatzausbildung in Religionspädagogik. Seit 1977 ist sie in der Schulkinderbetreuung im Hort tätig. Zur Zeit begleitet sie die freizeitpädagogischen Angebote. Sie ist Mitinitiatorin des Projektes und Kontaktperson zwischen dem Hort der Kita St. Martin und dem GDA-Wohnstift.

Patricia Moneke ist sozialpädagogische Fachkraft, hat eine 16-jährige Erfahrung im Elementarbereich und arbeitet seit 2004 im Hort. Ihre Schwerpunkte liegen in der Schulaufgabenbetreuung und in der Vermittlung/Bewußtwerdung gesunder Ernährung. Zur Zeit gründet sie eine Schwimm-AG für Jung und Alt.

Marga Riebe, geb. 1940, seit 2007 Bewohnerin im GDA-Wohnstift versteht sich als „Oma vom Dienst“. Von 1967 bis 2000 als Lehrerin am Max-Planck-Gymnasium, St.D ab 1974. Seit 2011 ist sie verwitwet, sie hat 2 Kinder und 3 Enkel um die sie sich regelmäßig kümmert. Sie ist unsere Kontaktperson im Bewohnerbeirat.

Sabine Hirler

hirler„Von Kisuaheli-Rap bis Schwungtuch-Swing“ – Prozess- und ressourcenorientierte Bildungs- und Lernprozesse durch Rhythmik und Musik (Workshop)

In der Rhythmisch-musikalischen Erziehung stehen analoge Umsetzungen von Musik und Sprache in Bewegung im methodisch-didaktischen Mittelpunkt. Wie dies mit einfachen Sprachspielen und „musikalisierten“ Materialien und intuitiv spielbaren Instrumenten möglich ist, wird in diesem Workshop erfahrbar gemacht.

Sabine Hirler, M.A. (Erwachsenenbildung) ist Rhythmiklehrerin, Musikpädagogin (MHS Stuttgart) und Musiktherapeutin (HPG). Fachautorin im Bereich Rhythmik und Musik. Leitung eines pädagogisch-therapeutischen Musikinstitutes. Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Bereich Rhythmik und Musik im In- und Ausland. Zur Zeit promoviert sie im Fachgebiet Pädagogik.

 

Tanja Kessler

Tanja KesslerSelbstbemächtigungsräume (Workshop)

Die Unterstützung zur Selbstbemächtigung beinhaltet die Förderung des Selbstverstehens, der Selbstregulation, der Körperwahrnehmung, die Unterstützung der Selbstakzeptanz und die Sensibilisierung für Körperempfindungen und Gefühle.

In dem Workshop wird die Sensibilisierung für Körperempfindungen und Gefühle besonders hervorgehoben werden. Gefühle spüren wir über und durch den Körper. Angst und Unsicherheit bringt uns dazu, den Kopf einziehen und die Schultern anzuspannen. Dies ist Teil der Überlebensstrategie, die sich im körperlichen Ausdruck und der Haltung manifestiert. Selbstbemächtigung als Kernstück der Traumapädagogik bedeutet, dass die Mädchen und Jungen mit Unterstützung ihrer Bezugspersonen Stück für Stück das Gefühl für sich selbst wiederfinden, sich, ihre Gefühle und Empfindungen wahrnehmen lernen und sich ihre Selbstregulation zurückerobern.

Im Workshop geht es um Grundlagen und Methoden der Selbstbemächtigungsarbeit.

Tanja Kessler, (Jg. 1975) ist Erzieherin und Dipl. Sozialarbeiterin, seit 2010 Referentin im Zentrum für Traumapädagogik, Schwerpunktthema: Trauma und Behinderung.

Jürgen Lehmann

Jürgen LehmannRhythmusspiele für Kinder (Workshop)

Rhythmus und Klang sind die Basis jeder musikalischen Bildung. Sie machen Spaß und fördern Entwicklung, Wahrnehmung, Gemeinschaftsgefühl und Motorik. In dem Workshop lernen Sie, wie mit Bewegungsabläufen und Rhythmusspielen ein komplettes Musikstück entsteht. Einfache Rhythmen auf kindgerechten Musikinstrumenten ermöglichen jedem, selbst Rhythmusspiele anzuleiten.

Jürgen Lehmann, Jahrgang 1960, pädagogische Tätigkeit mit Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Workshops für Musikzüge andere Sambabands, Therapeuten sowie Dozent an der Musikakademie Berlin.

 

Dr. Maren Risch

RischTablets für die Jüngsten? Medienbildung in der Kita (Workshop)

Der Workshop knüpft an den Vortrag an und bietet eine Möglichkeit zum Austausch der bisherigen Erfahrungen. Es wird nach Ansatzpunkten für die praktische Arbeit gesucht. Pädagoginnen können konkret den „Werkzeugcharakter“ der Geräte erkennen und erfahren.

Dr. Maren Risch, Promotion an der Universität Koblenz-Landau (Erziehungswissenschaften/ Filmwissenschaft), Studiengänge: M.A. Medien- und Kommunikationswissenschaften/ Pädagogik an der Universität Göttingen; Dipl.-Sozialpädagogin/ -arbeiterin (HAWK Hildesheim). Sie leitet das Projekt MyMobile mit dem Schwerpunkt Didaktik des mobilen Lernens (http://medienundbildung.com/mymobile/). Ihre Seminare profitieren von den Erfahrungen in Kitas und Schulen. Mit dem Medienpädagogischen Erzieher/innen Club Rheinland-Pfalz (www.mec-rlp.de) initiiert sie aktuell Projekte zur Erprobung von Tablets in den Bildungsbereichen Sprache und Medien. Sie ist Referentin bei Blickwechsel e.V. (www.blickwechsel.org).

Prof. Dr. Steffan Schache / Peter Keßel

Prof. Dr. Schache / Keßel

Prof. Dr. Schache / Keßel

Spielräume der Psychomotorik als Basis für Bildungschancen (Workshop)

In der Veranstaltung werden erste Einblicke in psychomotorische Grundgedanken ermöglicht. Darüber soll ein Verständnis dafür geweckt werden, wie in der Psychomotorik ein bewegungs- und beziehungsorientierter Zugang spielerisch grundlegende Erfahrungsräume für Bildung eröffnet. Diese Grunderfahrungen von z.B. Selbstwirksamkeit und Selbsttätigkeit bei wertschätzender, dialogischer Begleitung stärken Kinder und entfalten Kompetenzen bei ihnen, von denen sie auf ihrem lebenslangen Bildungsweg profitieren können. Die hier thematisierten Aspekte können als Anregung und Inspiration für die pädagogische Arbeit verstanden werden.

Prof. Dr. Stefan Schache, (Dipl.-Motologe, LA Sonderpädagogik, Sport) EFH Bochum, Lehrgebiet Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik, Arbeitsschwerpunkte in psychomotorischer Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen, Organisationsberatung und -entwicklung im Kontext der Inklusion.

Peter Keßel, (Dipl.-Motologe), wiss. Mitarbeiter der Forschungsstelle Bewegung und Psychomotorik des nifbe in Osnabrück, Dozent der Deutschen Akademie für Psychomotorik (dakp).

Harald Schmidt

Harald SchmidtSpielen und dabei ein mathematisches Grundverständnis entwickeln (Workshop)

Im  Workshop werden aus der Literatur bekannte und weitere vom Referenten entwickelte Spiele gemeinsam erprobt und diskutiert. Die dabei verwendeten Materialien können teilweise leicht selbst hergestellt, zum Teil auch über den MUNGO-Verlag käuflich erworben werden.

Harald Schmidt, geb. 1947 in Hamburg, verheiratet, 3 Kinder, Studium der Mathematik u.a., Dipl.-Math., Studienrat i.R., 30 Jahre Lehrer davon 25 Jahre an der IGS Göttingen (Schule des Jahres 2011), Beratungslehrer, Ausbildungen in Gesprächs- u. systemischer Familientherapie, Dyskalkulietherapeut (seit 2001 mit eigener Praxis), Lernspieleautor, Inhaber des Mungo-Verlages.

Prof. Dr. Fredrik Vahle

Fredrik VahleBewegungslust, Sprachvergnügen und Denkfreude – Aspekte von Lebenstüchtigkeit (Workshop I)

Sprache als Potential von Kommunikations- und Verständigungsfähigkeit kann sich nur dann intensiv entwickeln, wenn Lernen von lust- und liebevollen Vermittlungsprozessen getragen wird. Hören, Horchen und Lauschen, basale Musikalität und Sprachvergnügen spielen hier eine elementare Rolle, und das kann in Bewegungsübungen für Hände und Füße, verbunden mit Liedern und Geschichten mit und ohne Tiefsinn, praktiziert werden. Statt grammatikalischer Abrichtung ist kommunikative Aufrichtung gefragt, und zwar in der Integration von Sprache, Musik und Bewegung. Aufrichtung, Aufrichtigkeit und Lebenstüchtigkeit sind angestrebte Zielpunkte einer solchen inspirierten Praxis.

Kreative Lebendigkeit in Reimen, Liedern und Geschichten – Singen, Sagen und Bewegen als innere Stärkung (Workshop II)

Fingerspiele, Bewegungslieder sowie Lieder und Geschichten, die innere Bilder aufrufen, auch schwierige Gefühle deutlich machen und in Übereinstimmung mit eigenen Bedürfnissen bringen, können Lebensmut und Lebensfreude bewirken. Es gilt, die oft versteckte, existentielle Tiefe einzelner Lieder und Geschichten auszuloten, um eine innere Stärkung auch in frühen Formen des kindlichen Erlebens zu ermöglichen. Der Bogen führt vom Lied von der „Rübe“ bis zu „Anne Kaffeekanne“ und hin zu ganz neuen und uralten Liedern und Geschichten.

Prof. Dr. Fredrik Vahle, Autor, Kinderliedermacher, Dozent für Sprachwissenschaft an der  Justus Liebig-Universität Gießen. Schwerpunktthema: „Sprache und Bewegung“. Konzerte für Kinder und Erwachsene, Workshops. Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Tonträger, Bücher für Kinder und Erwachsene.

Ute Wieder

Ute WiederChancen der Sprachbildung in Kunstprojekten entdecken: „Alles rund“ – Ideenwerkstatt zum Projektthema: Kreise (Workshop I)

Wenn Kinder beginnen Zeichen zu setzen, so ähneln diese einem Kreis. Sie malen Knäuel in allen Größen und Variationen, stapeln Ringe zu Türmen, laufen rollenden Gegenständen hinterher und drehen sich immer wieder um einen Gegenstand oder um die eigene Achse herum. Im Alltag begegnen ihnen unzählige kreisrunde Gegenstände, die benannt werden wollen.

Im Workshop vertiefen wir die Sicht auf die Urform: Kreis und verbinden Gedanken, Assoziationen, Fragen, Ideen, Beispiele aus dem praktischen Alltag und aus der Bildende Kunst mit künstlerisch – praktischen Gestaltungsmöglichkeiten zu einer Projektidee.

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Wie Kunstprojekte die Kommunikation beflügeln können: „Kopf hoch“ –  Ideenwerkstatt zum Projektthema: Porträts vom Ich zum Du zum Wir (Workshop II)

Wer bin ich? Woher komme ich? Wie sehe ich aus? Was unterscheidet mich von dir? Was lässt uns gleich aussehen? Sich zeigen, gesehen werden, andere sehen…

Das Porträt als Möglichkeit, sich selbst und andere besser kennen zu lernen, sich seinen Gefühlen und Gedanken bewusst zu werden, seinem Eindruck einen Ausdruck zu geben und darüber in Kontakt zu kommen.

Im Workshop können im Werkstattcharakter verschiedene Materialien, Techniken, Werkzeuge themenorientiert mit kunstgeschichtlichen Hintergrundblick erprobt und weiterentwickelt werden.

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Ute Wieder, Diplom–Kunstpädagogin, Leitung von: MAL MIR MAL – Atelier im Paritätischen Kindergarten und KINDER+KUNST Galerie e.V., Atelier und Werkstatt, Göttingen. Seit 1991 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig.

Prof. Dr. Renate Zimmer

zimmerWie Sprache entsteht – Was Sprache bewegt – Neue Wege der Sprachbildung bei Kindern (Workshop)

Sprache ist die Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse – aber wie kommt das Kind zur Sprache? Wie kann der Spracherwerb aller Kinder – aber auch derjenigen, die einer besonderen Begleitung und Förderung bedürfen – unterstützt werden?

In dem Forum wird ein von der Körperlichkeit des Kindes ausgehendes Konzept der Sprachbildung vorgestellt, das weniger an den Defiziten sondern an den Ressourcen eines Kindes ansetzt, das die schöpferische Potenziale der Kinder nutzt und im Alltag der Kita eingesetzt werden kann.

Beispiele aus der Praxis zeigen auf, wie Sprache in und durch Bewegung spielerisch, gleichzeitig aber auch strukturiert im Kindergartenalltag unterstützt werden kann.

Abschließend wird ein Einblick in das Beobachtungsverfahren „BaSiK“ (Begleitende alltagsintegrierte Sprachbildungsbeobachtung in Kindertagesstätten) gegeben.

Prof. Dr. Renate Zimmer, Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sport- und Bewegungswissenschaft an der Universität Osnabrück. Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe).