Annette Drüner

Annette DrünerDas Spiel der Kinder als Anlass zur Selbstreflexion (Vortrag)

Spielende Kinder geben den Erwachsenen, die sie betreuen und begleiten, vielfältige Anlässe zur Selbstreflexion und damit zur Weiterentwicklung der eigenen bewussten Haltung. Sie ist das Hauptwerkzeug der pädagogischen Arbeit – und eine großartige Möglichkeit, den Beruf als lebendiges Lernfeld für die persönliche Entwicklung zu gestalten. Kindern eröffnet sich in der authentischen Beziehung zum Erwachsenen eine Vielfalt an Lern- und Glücksmomenten!

Annette Drüner, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin, Fortbildungsref., Coach, war Gruppenleiterin im Psychagogischen Heim, Geschäftsführerin im Ausbildungsinstitut, Leiterin im Sozialen begleitenden Dienst Altenheim, ist selbständig im Bereich Fortbildung, Coaching, Supervision, Beratung, Vortrag. Konzept Frühpädagogik „Geborgen und frei – Kinder bis drei“

 

Sabine Hirler

hirlerKlangräume – Spielräume – Bewegungsräume. Rhythmisch-musikalische Lern- und Bildungsprozesse in der Frühen Kindheit unter entwicklungspsychologischen Aspekten (Vortrag I)

Musik in Kombination mit Bewegung vermitteln zahlreiche Kompetenzen so ganz nebenbei, wie z.B. die Entwicklung von Sprachkompetenz, dem Zusammenspiel der Sinne und der sozialen Fähigkeiten. Diese beiläufigen (impliziten) Lernprozesse und die daraus resultierenden Transfereffekte werden in diesem Vortrag unter entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten reflektiert und durch einige Praxisbeispiele veranschaulicht.

Musikalische Bildungs- und Lernprozesse in der Frühen Kindheit –     was bringen sie und welche Rahmenbedingungen sind dafür sinnvoll? (Vortrag II)

Musik ist eine wichtige kulturelle Ausdrucksform des Menschen und in den Kita-Alltag fest integriert. Im pädagogischen Kontext tauchen Fragen auf wie: „Was bewirke ich eigentlich, wenn ich mit den Kindern ein Lied mit Bewegung spiele, wenn wir eigene Musik erfinden, tanzen und musikalische Rollenspiele ein Dauerbrenner sind?“ Neben diesen und weiteren Fragen wird auf förderliche Rahmenbedingungen einer gelingenden musikalischen Bildungsarbeit und ihren ganzheitlichen Aneignungsprozessen in frühkindlichen Einrichtungen eingegangen.

„Ich kann aber nicht singen!“ –  Professionelles pädagogisches Handeln  in musikalischen Bildungs- und Lernprozessen (Vortrag III)

Musik und Rhythmik ist ein wichtiger Bildungsbereich in der Frühen Kindheit, der den Kindern Impulse zur Entwicklung vielfältiger Kompetenzen vermittelt. Welche Kompetenzen jedoch benötigt die pädagogische Fachkraft im musikalischen Bildungsbereich? Dieser Frage wird im Hinblick auf den methodisch-didaktischen Einsatz im Kita-Alltag nachgegangen und auch in den Kontext zu den sechs pädagogischen Handlungsfeldern (KMK 1999/2011) gesetzt. Praxisbeispiele ergänzen den Vortrag.

Sabine Hirler, M.A. (Erwachsenenbildung) ist Rhythmiklehrerin, Musikpädagogin (MHS Stuttgart) und Musiktherapeutin (HPG). Fachautorin im Bereich Rhythmik und Musik. Leitung eines pädagogisch-therapeutischen Musikinstitutes. Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Bereich Rhythmik und Musik im In- und Ausland. Zur Zeit promoviert sie im Fachgebiet Pädagogik.

 

Tanja Kessler

Tanja KesslerDer möglichst Sichere Ort.
Erfahrungsraum für Kinder und Jugendliche – Handlungsraum für PädagogInnen. (Vortrag)

Alle Kinder und Jugendlichen brauchen geschützte Orte, die ihnen den Raum geben, sich zu entwickeln, zu lernen, zu leben und das Selbst zu entfalten. Kinder und Jugendliche aus unsicheren Familien mit belasteten Lebensgeschichten brauchen diese Räume umso dringender. Die Verhaltensweisen, die sie entwickeln mussten, um die Geschehnisse bestmöglich zu bestehen, sind Ausdruck dessen, wie groß die Belastung war und immer noch ist. Der möglichst Sichere Ort in Anlehnung an Martin Kühn bezeichnet die Rahmung eines traumapädagogischen Konzeptes. Drei Aspekte werden dabei hervorgehoben: Die Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung in einem möglichst geschützten Umfeld und an einem möglichst sicheren Ort. Der Emotional orientierte Dialog zwischen PädagogIn und Kind/Jugendlichen. Die Strukturen der Organisation und die Arbeitsbedingungen für den geschützten Handlungsraum der PädagogIn.

Im Vortrag wird die Idee des möglichst Sichere Ortes für traumapädagogisches Handeln und Wirken beschrieben und mit weiterem Inhalt gefüllt werden.

Tanja Kessler, (Jg. 1975) ist Erzieherin und Dipl. Sozialarbeiterin, seit 2010 Referentin im Zentrum für Traumapädagogik, Schwerpunktthema: Trauma und Behinderung.

Dr. Maren Risch

RischTablets für die Jüngsten? Medienbildung in der Kita (Vortrag)

Bereits Kleinkinder haben in ihrem familiären Umfeld Zugriff auf vielfältige Lernmaterialien und digitale Medien. Auch wenn diesen Medien ihnen nur selten gehören und auch nicht im Kinderzimmer „stehen“, so erleben sie die Nutzung von unterschiedlichen Medien oftmals als reizvolle Unterhaltungsquellen. Sie erleben, wie Bezugspersonen im Alltag mit diesen Geräten „wie selbstverständlich“ umgehen. Kinder nehmen digitale Geräte als Teil ihrer Lebenswelt wahr. Der Vortrag geht der Frage nach, ob Tablets bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung zum Einsatz kommen sollten.

Dr. Maren Risch, Promotion an der Universität Koblenz-Landau (Erziehungswissenschaften/ Filmwissenschaft), Studiengänge: M.A. Medien- und Kommunikationswissenschaften/ Pädagogik an der Universität Göttingen; Dipl.-Sozialpädagogin/ -arbeiterin (HAWK Hildesheim). Sie leitet das Projekt MyMobile mit dem Schwerpunkt Didaktik des mobilen Lernens (http://medienundbildung.com/mymobile/). Ihre Seminare profitieren von den Erfahrungen in Kitas und Schulen. Mit dem Medienpädagogischen Erzieher/innen Club Rheinland-Pfalz (www.mec-rlp.de) initiiert sie aktuell Projekte zur Erprobung von Tablets in den Bildungsbereichen Sprache und Medien. Sie ist Referentin bei Blickwechsel e.V. (www.blickwechsel.org).

Prof. Dr. Stefan Schache / Peter Keßel

Prof. Dr. Schache / Keßel

Prof. Dr. Schache / Keßel

Möglichkeitsräume für Entwicklung – psychomotorisches Arbeiten in Beziehung (Vortrag)

Im Mittelpunkt dieses Angebots steht das psychomotorische Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Dabei sollen verschiedene Herangehensweisen unterschieden und exemplarisch dargestellt werden. Der verstehende Zugang zu den Kindern und Jugendlichen stellt in diesem Zusammenhang eine Schnittstelle dar: das körperliche Erleben in Bewegungssituationen und Spielen, das Symbolisieren von Entwicklungs- und Beziehungsthemen, das Verstehen und Annähern von Seiten des Psychomotorikers und die Bedeutung des Raums (Appellcharakter) als Möglichkeitsraum sollen thematisiert und in einen systematisierten Zusammenhang gestellt werden.

Prof. Dr. Stefan Schache, (Dipl.-Motologe, LA Sonderpädagogik, Sport) EFH Bochum, Lehrgebiet Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik, Arbeitsschwerpunkte in psychomotorischer Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen, Organisationsberatung und -entwicklung im Kontext der Inklusion.

Peter Keßel, (Dipl.-Motologe), wiss. Mitarbeiter der Forschungsstelle Bewegung und Psychomotorik des nifbe in Osnabrück, Dozent der Deutschen Akademie für Psychomotorik (dakp).

Prof. Dr. Jörg Schlee

Prof. Dr. Jörg SchleePerspektiven: Welche Fehler und Irrtümer einer Schulentwicklung sind zu vermeiden, welche Alternativen zu ergreifen? (Vortrag)

Seit mehr als 20 Jahren werden Schulen und Kitas mit den Anforderungen eines Qualitätsmanagements konfrontiert. Die Resultate dieser Bemühungen halten sich in engen Grenzen, weil sie ihren eigentlichen Gegenstand – das Lernen von Kindern und seine Gelingensbedingungen – verfehlen. Macht man dieses zum Ausgangspunkt pädagogischer Überlegungen und zum Zielpunkt pädagogischen Handelns, dann rücken solche Menschenbildannahmen in den Mittelpunkt konzeptioneller Überlegungen, aus denen sich andere Schwerpunkte für die pädagogische Arbeit in Kitas und Schulen ergeben als sie bislang üblich sind.

Prof. Dr. Jörg Schlee, Jg. 1940, studierte nach dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Volksschulen Psychologie in Marburg und Kiel. Er lehrte an der Pädagogischen Hochschule in Kiel, der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Mainz und an der Universität Oldenburg Pädagogische Psychologie.

Harald Schmidt

Harald SchmidtWie Kindergartenkinder die Mathematik entdecken (Vortrag)

Die mathematischen Kompetenzen von Kindern am Ende der Kindergarten- und zu Beginn der Grundschulzeit  liegen oft weit auseinander. Während einige Kinder – und nicht nur die hochbegabten – bereits im Zahlenraum bis 100 zählen, einfache Additionen bis 10 ausführen und einige geometrische Grundformen benennen können, haben andere Kinder noch so gut wie keine Zählkompetenzen und können keine geometrischen Eigenschaften benennen oder differenzieren.

Der Vortrag behandelt zunächst die Entwicklung der Zählkompetenz und zeigt an erprobten Beispielen, wie Kinder vor Schuleintritt spielerisch grundlegende mathematische Kompetenzen erwerben können, auf denen dann der Mathematikunterricht der ersten Klasse erfolgreich aufbauen kann. Die Kinder lernen, sich die Welt der Zahlen, der Formen und der mathematischen Logik im gelenkten Spiel gemeinsam zu erschließen.

Harald Schmidt, geb. 1947 in Hamburg, verheiratet, 3 Kinder, Studium der Mathematik u.a., Dipl.-Math., Studienrat i.R., 30 Jahre Lehrer davon 25 Jahre an der IGS Göttingen (Schule des Jahres 2011), Beratungslehrer, Ausbildungen in Gesprächs- u. systemischer Familientherapie, Dyskalkulietherapeut (seit 2001 mit eigener Praxis), Lernspieleautor, Inhaber des Mungo-Verlages.

Lisa-Marie Volkwein-Semmelroggen

Lisa-Marie Volkwein-SemmelroggenDie Krippe: Ein Raum der Geborgenheit – ein Raum für Entdeckungen (Vortrag)

Damit Kinder auf vielfältige Art ihre Welt entdecken können, brauchen Sie vor allem das Gefühl von Sicherheit. Sie müssen sich geborgen fühlen. Erst dann gehen sie auf „Entdeckungsreisen“. Stellt sich Unsicherheit ein, kehren sie schell zu ihrer Bindungsperson zurück, suchen Schutz und Geborgenheit. Typisch für Ihre Explorationen ist auch ihr Interesse an dem, was andere Kinder oder die Erzieherinnen machen. „Auch“, „alleine“, „mehr“ sind erste Wörter, mit denen sie andeuten, was sie ausprobieren möchten. Stoßen sie dabei an ihre Grenzen, sind Wörter wie: „Schnuller“, „Tuch“ (Schmusetuch), „Arm“ zu hören. Damit ist der Wunsch nach sicheren Grunderfahrungen angedeutet. Ist dieses Bedürfnis gestillt, folgende weitere Erkundungen, dabei spielen Wiederholungen eine entscheidende Rolle.  

Lisa-Marie Volkwein-Semmelroggen, Kindheitspädagogin (B.A.); Atelier- und Werkstattpädagogin. Sie arbeitet in einer Göttinger Kinderkrippe und hat ein Miniatelier in der Krippengruppe aufgebaut.

Ute Wieder

Ute Wieder„Mach mal – zeig mal – lass hören!“ Zu früher Sprachbildung in Kunstprojekten mit Kindern aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien (Vortrag)

In der Kunst gibt es keine Sprachbarrieren. Kunst kann über Worte hinaus alles sein und erweitert unsere Kommunikationsmöglichkeiten. Kinder, die mit ihren Familien aus Krisengebieten geflohen sind, kommen plötzlich in eine fremde Gesellschaft und Kultur mit fremder Sprache und brauchen dringend Begegnungsmöglichkeiten für ein soziales Miteinander im neuen Land.

In Kunstprojekten bieten sich den Kindern Chancen, mit den Mitteln der Kunst über die Grenzen ihrer sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten hinauszugehen und in Interaktion mit anderen zu treten. Dabei können sich ihnen immer neue Perspektiven eröffnen.

Wie findet man  Kinderkunstprojektideen, die sowohl Freiraum für das Verfolgen eigener und gemeinsamer, als auch für das Nachahmen von Ideen anderer Kinder und auch Künstler zulassen? Welche Rahmenbedingungen brauchen Projekte, um sprachanregend und -bildend für Kinder aus unterschiedlichen Kulturen und Herkünften zu wirken?

Beispiele aus der Praxis zeigen exemplarisch den Weg von der Ideenfindung bis zum Projektabschluss und den darin enthaltenen Sprachbildungspotenzialen auf.

Ute Wieder, Diplom–Kunstpädagogin, Leitung von: MAL MIR MAL – Atelier im Paritätischen Kindergarten und KINDER+KUNST Galerie e.V., Atelier und Werkstatt, Göttingen. Seit 1991 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig.

Prof. Dr. Renate Zimmer

zimmerKinder stärken – Ressourcen entwickeln – Zur Bedeutung von Körper- und Berwegungserfahrungen für die kindliche Entwicklung (Vortrag)

Kinder erleben und erfahren ihre Welt über ihren Körper und entwickeln implizite Vorstellungen über sich selbst. Die Erfahrung der eigenen Wirksamkeit trägt zum Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes bei.

In dem Vortrag wird die Bedeutung von Körper- und Bewegungserfahrungen für den Aufbau von Selbstkompetenz als einem wesentlichen Ziel pädagogischer Maßnahmen erläutert.

Prof. Dr. Renate Zimmer, Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sport- und Bewegungswissenschaft an der Universität Osnabrück. Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe).