Klaus Kokemoor

Klaus KokemoorWichtig ist, was zwischen den Menschen geschieht – Basiselemente der Kommunikation (Vortrag)

Der zwischenmenschliche Kontakt ist grundlegend für den kindlichen Reifungsprozess. Er ist das Bindeglied zwischen Bewusstsein der einen und dem Bewusstsein einer anderen Person. Das Kind entdeckt über einen intensiven Kontakt sein eigenes Selbst. Gerade in unserer heutigen Zeit ist die Intensität der zwischenmenschlichen Kommunikation durch zu viele äußere Einflüsse und eine Verschiebung von Prioritäten außer Kraft gesetzt. Es ist bedeutsam, die Wurzeln dieses sozialen Kontaktes wieder ins Zentrum des pädagogischem Handelns zu rücken. Die Basiselemente der Kommunikation geben dem Kind die Gewissheit, dass es in Resonanz mit dem anderen existiert.

Autismus neu verstehen – Begegnung mit einer anderen Kultur (Vortrag)

Der Begriff der Kultur ist hier eine Hilfe, um diesen Kindern mit der Achtsamkeit und dem Respekt zu begegnen, die ihren kulturellen Gewohnheiten, ihrem besonderen Verhalten und ihren autistischen Objekten entsprechen. Das autistische Kind hat eine eigene Vorstellung von der Wirklichkeit. Seine Empfindungen sind grundlegend anders. Es ist wichtig, sich der Perspektive dieser Kinder zu nähern, denn nur so lassen sich die besonderen Denk- und Handlungsweisen verstehen. Aus diesem Verstehen können sich Handlungsmöglichkeiten entwickeln, die das autistische Kind in seinen individuellen Reifungsprozess unterstützen.

Von inneren und äußeren Bildern – Videointeraktionsanalye Marte-Meo (Forum)

In der Marte-Meo Beratung geht es im Kern um „entwicklungsfördernde Momente“, die anhand von Videosequenzen besprochen werden. Durch die Möglichkeit der Wiederholung oder das Anhalten der Bilder, bekommen alle Beteiligten eine Art mikroskopischen Blick auf die Interaktionsmomente mit dem Kind. Diese Betrachtungsweise ermöglicht einen Perspektivenwechsel. Ein kleinschrittiger Rückblick auf eine ganz reale, nicht veränderbare Situation, ist möglich und bietet oft einen Kontrast zu den inneren Bildern, die die Beteiligten von dem zurückliegenden Moment haben. Es wird eine Alltagsrealität vor Augen geführt, in der Eltern oder pädagogische Fachkräfte konkrete Informationen über ihre sozial-emotionalen und kommunikativen Kompetenzen in Bezug auf das Kind erhalten.

Klaus Kokemoor ist Diplom-Sozialpädagoge, Supervisor, Therapeut (Entwicklungsbegleitung Doering, Psychomotorische Praxis Aucouturier sowie Marte-Meo Video Interaktionsanalyse). Koordinator für das Thema Inklusion der Stadt Hannover. Seit 1982 beschäftigt er sich in Praxis und Theorie mit Menschen mit Autismus.

Ronald Lutz

Ronald LutzWege aus der Kinderarmut (Vortrag)

Kontinuierlich hohe Armutsrisikoquoten treffen Kinder und deren gesellschaftliche Teilhabe- und Bildungschancen. Es sind Kinder alleinerziehender und arbeitsloser Eltern, Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder in erschöpften Familien. Der Vortrag diskutiert die Lebenslagen armer Kinder, gefragt wird aber vor allem nach Wegen, um Armutsfolgen abzumildern bzw. ihre Entstehung zu verhindern. In den Fokus kommen: Verbesserung der Infrastruktur, frühkindliche Bildung, eine Kindergrundsicherung, Wahrnehmungs- und Interventionsketten sowie familienunterstützende Maßnahmen.

Wege aus der Kinderarmut (Workshop)

Wege aus der Armut haben vier Schwerpunkte: Verbesserungen der Infrastruktur, frühkindliche Bildung, eine Kindergrundsicherung, Wahrnehmungs- und Interventionsketten sowie familienunterstützende Beratung. Schwerpunkt des Workshops ist der demokratische Kindergarten. Konzepte eines demokratischen Kindergartens können Bildungschancen und Kompetenzen armer Kinder verbessern: Um Resilienz zu fördern, ist eine frühe Partizipation und Mitbestimmung eine Voraussetzung, aber auch Armutssensibilität sowie eine Orientierung an den Lebenslagen der Kinder.

Ronald Lutz, Dr. phil., Ethnologe und Soziologe, Lehr- und Forschungstätigkeiten an verschiedenen Universitäten (u.a. Frankfurt am Main, Bremen, Johannesburg), Seit 1993 Professor an der FH Erfurt, Arbeitsgebiet „Besondere Lebenslagen.“

Claudia Raabe

Dr. Claudia RaabeMedien als Brücke – Kinder durch Medienprojekte integrieren (Vortrag)

Kinder, die aus ihrem Land fliehen mussten, finden sich in einer fremden Umgebung und Kultur wieder. In dieser Lebenssituation ist es wichtig, sie dabei zu unterstützen Selbstvertrauen aufzubauen und Zutrauen in ihr neues soziales Umfeld zu finden. Medienprojekte schaffen Kommunikationsanlässe und ermöglichen es Kindern, sich mit sich und anderen Menschen auseinanderzusetzen. Ob Hörgeschichten, Interviews, Ich-Bücher, Fotografien, ausgewählte Apps … Medien können Brücken bauen für mehr Verständnis untereinander und die Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt positiv fördern.

„Das bin ich … und von dort komme ich … wie siehst Du mich?“ – Identitätsfördernde Medienarbeit in der KiTa (Workshop)

Kinder sind von Medien fasziniert und Medien bieten sehr gute Möglichkeiten, Themen aufzugreifen, Sprachanlässe zu schaffen und somit die Sozial- und Sachauseinandersetzungen zu fördern. Der Workshop ist als Vertiefung des Vortrags „Medien als Brücke – Kinder durch Medienprojekte integrieren“ gedacht. Praxisbausteine für eine identitätsfördernde Medienarbeit in der Kita werden vorgestellt und beispielhaft erprobt.

Dr. Claudia Raabe ist Pädagogin, 2. Vorsitzende und Referentin des Blickwechsel e.V. – Verein für Medien- und Kulturpädagogik. Sie führt medienpraktische Projekte mit Kindern und Jugendlichen sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Medien-Elternabende durch.

Gisela Röhling

Gisela RöhlingInterkulturelle Elternarbeit (Vortrag)

Interkulturelle Pädagogik trägt der Tatsache Rechnung, dass wir in einer multikulturellen

Gesellschaft leben. Diese Annahme sollte einen gelebten Niederschlag in der pädagogischen Arbeit in Bildungseinrichtungen finden und sich an den konkreten Lebenswelten aller Kinder und ihrer Familien orientieren. Das bedeutet: Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen, Rituale, Normen und Werte aller Familien sind durchgängig in der alltäglichen Erziehung mitzudenken. Interkulturelle Kompetenz: ein zentrales Handwerkszeug pädagogisch Handelnder.

Interkulturelle Elternarbeit (Workshop)

Die kulturelle Vielfalt in unserer globalisierten Welt fordert von Fachkräften aller Bildungseinrichtungen umfassende interkulturelle Kompetenzen. Gemeint sind: Wissen und Verstehen um den bedeutsamen Einfluss u.a. von Kultur, Tradition, Werten, Religion sowie individuelle Fähigkeiten wie Perspektivenwechsel, Selbstreflexivität, Sensibilisierung, Unsicherheits- und Frustrationstoleranz.

Erfahrungsorientierte Methoden und die anschließende Reflexion sollen zur Erweiterung der eigenen Handlungsalternativen beitragen.

Gisela Röhling, Studium der Erwachsenenbildung: Abschluss: Diplom Pädagogin, Interkultur- und Betzavta-Trainer-Ausbildung, mehrjährige Ausbildung in Systemisch Integrative Therapie „SYIN“ beim Stark-Institut, Video-Interaktionsbegleitung und Beratungs-Qualifizierung u.a.
Alle meine vielfältigen Kompetenzen und Stärken fließen in meine Arbeit in den Bereichen Seminare, Workshops, Teamentwicklung, Moderation, Coaching, Supervision und sonstigen Beratungen ein.

Annette Streeck-Fischer

Annette Streeck-FischerSequentielle Traumatisierung – Familien auf der Flucht (Vortrag)

Die Familien, die aus Syrien, Irak, Afghanistan u.a. zu uns nach Deutschland kommen, haben vieles zu verkraften: Die lebensbedrohlichen Umstände von Krieg, Verfolgung und Tod naher Angehöriger, die Flucht über Land und das Mittelmeer, wo u.U nahe Angehörige ertrunken sind und ihr Ankommen hier in einem für sie fremdem Land mit fremdem Sitten und Werten, ihr Aufenthalt in Flüchtlingslagern und einem mitunter langwierigen Anerkennungsprozess ihres Asylantrages. Jedes Ereignis kann zu Traumatisierung führen – die hier aufgeführte Kette von belastenden Ereignissen kann als sequentielle Traumatisierung angesehen werden, wie Keilson sie bei Kindern von Naziverfolgten in den Kriegs- und Nachkriegsjahren beschrieben hat. Das Ausmaß der Traumatisierung ist abhängig vom familiären Zusammenhalt, der jeweiligen Vulnerabilität des einzelnen und dem Schweregrad der erfahrenen Belastungen. Verschiedene Phänomene, die mit Traumatisierung und Migration einhergehen, werden im Einzelnen beschrieben.

Prof. Dr. med. habil. Annette Streeck-Fischer, Kinder- und Jugendpsychiaterin, Psychoanalytikerin ( DPG, DGPT), Hochschullehrerin der ‚International Psychoanalytic University Berlin (IPU) seit 2009, Chefärztin der Abteilung ‚Psychiatrie und Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen‘ Akademisches Lehrkrankenhaus Tiefenbrunn bei Göttingen von 1983-2913, Präsidentin der ISAPP von 2011 bis 2015, Lehr- und Kontrollanalytikerin am Lou-Andreas-Salomé-Institut Göttingen, Veröffentlichungen u. a. zu Themen wie Adoleszenz, Rechtsextremismus, Gewalt, Trauma, Misshandlung, Missbrauch.

Fredrik Vahle

Fredrik VahleIch klopf‘ an viele Türen an – Lieder, Spiele und Übungen zwischen still und quicklebendig (Workshop)

Gerade in Kindergruppen mit unterschiedlichen Formen von Heterogenität ist die lebendige und in sich stimmige Integration von Bewegung, Musik und Sprache not-wendig. Dies kann durch unterschiedliche Impulse sprachlicher, motorischer und musikalischer Art bewirkt werden. Zu diesem Zweck wird das „Lilo-Lausch-läuft-leise“-Programm vorgestellt, in dem es um interkulturelle Aufgeschlossenheit sowie um spirituelle Vertiefung pädagogischer Prozesse geht.

En ten tini – Hörübungen, Geh-dichte, Lieder und Geschichten (Workshop)

Nonsens, Lautspiele, fremde Sprachen, ungewohnte Klänge können schon kleine Kinder faszinieren und ihnen Räume von Aufmerksamkeit und Stille eröffnen. Mit einfachsten Musikinstrumenten wie Sansula und Ukulele und kleinen Liedern und Geschichten wie „Kleine Eule will nicht singen“ können Kinder aus dieser und anderen Kulturen motorische, sprachliche und musikalische Fähigkeiten entwickeln.

Prof. Dr. Fredrik Vahle, Autor, Kinderliedermacher, Dozent für Sprachwissenschaft an der Justus Liebig-Universität Gießen. Schwerpunktthema: „Sprache und Bewegung“. Konzerte für Kinder und Erwachsene, Workshops. Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Tonträger, Bücher für Kinder und Erwachsene.

Gerald Weischede

weischedeSich selbst studieren: Selbst und Selbst-Bild Achtsamkeit als Lebenshaltung im Zen „Es gibt nichts Erfrischenderes, als sich selbst zu vergessen.“ Harade Sekki Roshi Unser Selbst: Das Erleben eines einheitlichen, zusammenhängend fühlenden, denkenden und handelnden Wesens. Dieses westliche Selbst- Bild vermittelt uns den Eindruck von Kontinuität, Stabilität und Unveränderlichkeit. Das Selbst aus Zen-buddhistischer Sicht: Durch kontinuierliche meditative Übung und Achtsamkeit erkennen wir eine andere Form des „Selbst“: Ich selbst bin nichts anderes als erfahrene und lebendige Bewegung. Dabei hat das „Selbst“ die Tendenz, sich als unveränderlicher Faktor über diese Bewegung zu erheben. In der Praxis der Achtsamkeit erleben wir uns zunehmend als Bewegung und kontinuierliche Veränderung. In diesem Prozess wird das „Selbst“, das sich über diese Bewegung erhoben hat, zurückgenommen, es kann „vergessen“ werden. Was bleibt ist lebendige Bewegung und Veränderung. Achtsamkeit ist neben der Meditation ein zentraler Pfeiler in der buddhistischen Praxis.

  1. Achtsamkeit ist kein „natürlicher“ Geisteszustand. Er kann nur durch kontinuierliche Übung und Praxis „erweckt“ werden.
  2. Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeitslenkung, bei der den aktuellen Erlebnisinhalten in diesem Augenblick unsere Aufmerksamkeit „geschenkt” wird. Augenblick meint den aktuellen Moment, in Kontakt zu sein mit der gegenwärtingen Situation und eben nicht in der Vergangenheit (= Erinnerung) oder Zukunft (= Planungen) zu sein.
  3. Achtsamkeit ist ein „Haltung”. Es ist die Haltung, in möglichst allen Lebenssituationen achtsam zu sein. Genauer betrachtet bezieht sich diese Haltung nicht nur auf die geistige Haltung, sondern ebenso auf die körperliche. Dies spricht natürlich auch die Frage an, mit welcher Haltung wir eigentlich durch unser Leben gehen wollen.

Durch kontinuierliche Achtsamkeit „erwecken“ wir Körper und Geist. Im Rahmen der Achtsamkeit überschreiten wir das Wissen und die bloße Erkenntnis über die Vergänglichkeit und treten ein in die lebendige Bewegung und Veränderung unseres Lebens. Wir unterbrechen unsere geistigen, automatischen Reiz-Reaktionsmuster, ein glückliches zur Ruhe kommen des Geistes, ein „Vergessen“ und dann ein „Erkennen“ ist das Resultat. Neben den theoretischen Grundlagen bietet der Workshop auch praktische Einblicke in die Achtsamkeitspraxis, wie z.B. das Projekt „Labor auf dem Sitzkissen“, einem Seminar an der Uni Erfurt.

Gerald Weischede, Zen-Meister in der Tradition von Shunryu Suzuki Roshi und Richard Baker Roshi; Psychotherapeutische Praxis in Göttingen; Lehrtätigkeit an der Uni Erfurt

Ute Wieder

Ute WiederAuf die Plätze – fertig – los! – Mal- und Zeichenspiele (Workshop)

Spielen, Zeichnen, Malen sind Grundbedürfnisse von Kindern. Die Kombination dieser Aktivitäten kann Kindern spielerisch und gestalterisch den Erwerb von Kompetenzen ermöglichen, die sie für ihre individuelle Entwicklung brauchen.

Mal- und Zeichenspiele ermutigen, den eigenen Ideen zu trauen und ihnen zu folgen. Spielen bedeutet auch gleichzeitig in einer Gruppe aktiv zu werden. Das kann Kinder stark machen und Anstoß zu eigenem Tun innerhalb einer Gemeinschaft sein.

Im Workshop werden spielerisch mit viel Spaß farbenfrohe, ungewöhnliche Gemeinschaftsbilder entstehen.

 

Gefaltet, geknautscht, geknüllt – Ideenwerkstatt zum Thema: Papier (Workshop)

Mit Papier haben wir alle täglich zu tun. Das Material Papier ist vielfältig einzusetzen. Es lässt sich beschreiben, bedrucken, bezeichnen, und bemalen. Unbegrenzte Manipulationsmöglichkeiten an und mit Papiererzeugnissen erlauben flächige, reliefartige und plastische Gestaltungen: Man kann Papier reißen, schneiden, heften, binden, nähen, knüllen, biegen, falten, schichten, kleben…

Spielerische Improvisationen und eigene Entdeckungen mit dem Werkstoff Papier stehen im Mittelpunkt dieses Workshops.

 

Von der Verwandlung der Dinge – Werkstatt zum Thema: Kunst & Krempel (Workshop)

Kinder wachsen in eine Welt der Dinge hinein. Sie versuchen diesen Gegenständen auf den Grund zu gehen, indem sie sie auseinandernehmen, nachbauen, wieder zusammenbauen etc.

Im Umgang mit und der Verarbeitung von möglichst vielen verschiedenen Gegenständen können Kinder verstehen, was diesen Dingen innewohnt und wie sie funktionieren.

Im Workshop kann man beim Bauen mit den Dingen selbst forschen, Erkenntnisse gewinnen, sich auf neue Ideen einlassen, daran arbeiten auch Schwierigkeiten zu überwinden, Fantasie und eigene Kreativität bis zum beglückenden Ergebnis erleben.

 

Ute Wieder, Dipl.-Kunstpädagogin, seit 1991 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit Schwerpunkt „Ästhetische Bildung“ tätig, Leitung von: MAL MIR MAL – Atelier im Paritätischen Kindergarten und Kinder + Kunst Galerie e.V., Atelier und Werkstatt in Göttingen, Kunstpädagogische Mitarbeiterin in der Kunstvermittlung des Kunstvereins Göttingen e.V.

Lars Willmann

Lars WillmannSport und Bewegungsspiele mit geflüchteten Kindern in einer Notunterkunft (Forum)

„Sport spricht alle Sprachen“, so lautet unser Vereinsmotto. Der SC Hainberg (Göttingen) hat für bis zu 60 geflüchtete Kinder vielfältige Sport- und Bewegungsangebote geschaffen: Fußball spielen, Tanzen, Trampolin springen, Inlineskaten. Spiele auf der Kinderbewegungslandschaften eröffneten viele Möglichkeiten.

So konnten wir die Kinder erreichen und ihnen das geben, was sie nach ihrem beschwerlichen Weg schon manchmal gar nicht mehr kannten – einen Raum, in dem sie einfach Kind sein durften.

Ich werde von den vielen positiven und intensiven Erfahrungen berichten, werde auch darstellen, wie wir mit Problemen umgegangen sind und darlegen, welche Veränderungen sich für den Verein ergeben haben.

Lars Willmann, Studium:Diplom Sportmanagement. Sportreferent für Begegnung, Bewegung und Integration beim SC Hainberg. Freiwilligenkoordinator für die Notunterkunft Zietenhalle mit 200 Flüchtlingen bis zum 31.03.16, ab 01.04.16 für die Wohnunterkunft auf der Siekhöhe mit bis zu 420 Asylbewerbern. Inhaber einer Fußball Trainer Lizenz des DFB, Übungsleiterlizenz Kinder und Breitensport, Jugendleiterlizenz, Schein für Integration im Jugendfußball, Jugendtrainer beim SC Hainberg

Gesprächsrunden

Felix Gebauer

Moderation: Felix Gebauer

1. Gesprächsrunde: Migration verstehen – Menschenrechte achten

Kriege, Konflikte, Verfolgung, Armut und soziale Not sind die Ursachen dafür, dass viele Menschen aus ihrer Heimat fliehen. Eine genauere Analyse führt zu der Erkenntnis, dass das Weltwirtschaftssystem, der Klimawandel und die Rüstungsexporte im Hintergrund ihre Wirkung entfalten. Das führt u.a. zu der Frage, welche Zusammenhänge es zwischen westlicher Politik, unserem Lebensstil und den prekären Zuständen in anderen Ländern gibt. Neben der Diskussion dieser Fragen ist aktuell konkrete Hilfe angesagt. Seit Monaten ist eine anhaltend große Hilfsbereitschaft zu erkennen. Gleichzeitig stehen viele Menschen diesem Engagement kritisch bis ablehnend gegenüber. Das Grundgesetz und die Allgemeinen Menschenrechte sollten unsere Richtschnur sein.

Felix Gebauer diskutiert diese Fragen unter Beteiligung des Teilnehmer_innen mit Prof. Dr. Sabine Hess.

2. Gesprächsrunde: Bewährtes erhalten – Neues beginnen: ein Gespräch über Gestaltungsprozesse in Kita und Schule

Die Situation in den Kitas und Schulen wird in den nächsten Jahren von einer großen Heterogenität geprägt sein. Sind wir, ist unsere Gesellschaft bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen? Wie kann das Leben und Lernen gut gestaltet werden? Welche Bedingungen sind erforderlich? Welche Haltung und welche Erfahrungen der Erziehungspersonen begünstigen ein gutes Zusammenleben und Lernen der Kinder?  Wie können unterschiedliche Erwartungen von Eltern aufgenommen und in die Planungen integriert werden? Antworten finden sich in den Vorträgen und Workshops dieses Kongresses. Im Gespräch soll auf Bewährtes aufmerksam gemacht und Neues mutig formuliert werden.

Felix Gebauer (*1983 in Göttingen) lebt und arbeitet als Kulturmanager, Veranstalter und Musiker in Berlin. Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaften, Arabistik und Politik in Leipzig. Abschluss: Magister Artium. Ein Studienjahr verbrachte er an der Universität Damaskus. Zu seinen Events gehören: Das Cinema Jenin International Film Festival in Palästina, die vierteljährliche Musikveranstaltung „Rebellion der Träumer“ (Berlin) und das Willkommenspicknick „Schön, dass ihr da seid!“ auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Berliner Universität der Künste betreut er das Projekt OnStage – ein Professionalisierungsangebot für geflüchtete und bereits länger in Deutschland ansässige Musiker*innen. Gemeinsam mit der Theaterregisseurin Lydia Ziemke kuratiert und moderiert er die Diskussions- und Kulturveranstaltungsreihe „Übermorgenland“ am Radialsystem V in Berlin, dessen besonderes Augenmerk auf dem komplizierten Miteinander von „Islam“ und „Westen“ liegt. Seit 2010 arbeitet er als Assistent der Kongressleitung am jährlich stattfindenden Göttinger Kongress für Erziehung und Bildung mit. In diesem Jahr moderiert er zwei Gesprächsrunden.

Gesprächspartner_innen

Sabine Hess

Sabine Hess ist Professorin für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Transnationalisierungs- und Europäisierungsforschung, Migrations- und Grenzregimeforschung, politische Anthropologie, kulturanthropologische Geschlechterforschung sowie die Methodenlehre. Sie ist Gründungsmitglied des Netzwerkes kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und Mitglied des Rats für Migration. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen: Movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung: Europäisches Grenzregime (zus. mit Bernd Kasparek, Maria Schwertl, Simon Sontowski), No.1/ 2015, http://movements-journal.org/issues/01.grenzregime/; zusammen mit Lisa-Marie Heimeshoff und Stefanie Kron:Grenzregime II: Migration – Kontrolle – Wissen. Transnationale Perspektiven. Berlin: Assoziation A, 2014

 

RiethigMarcel Riethig (24.12.1982) absolvierte sein Studium der Sozialwissenschaften (Diplom) an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 01.01.2014 ist er Kreisrat beim Landkreis Göttingen und zuständig für Jugend, Soziales, Bildung und Kultur.

 

 

 

Ralf Schönmann

Ralf Schönmann, Sozialpädagoge, 54 Jahre, stolzer Vater zweier erwachsener Kinder, stolzer Opa von Manuél. Seit 25 Jahren Schulsozialarbeiter an der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule in Göttingen. Meine Arbeitsschwerpunkte: Beratungsarbeit, Jungenarbeit, sozialpädagogische Projekte, Klettern. Landesweit aktiv in der Schulsozialarbeit. Schulsozialarbeit, ein Job, den ich immer noch mit Herz und viel Spass mache!!

 

 

stolze-husung

Marianne Stolze-Husung, (*1964), berufsbegleitendes Diplomstudium Sozialpädagogik, Universität Kassel; Fachschule für Sozialpädagogik, Duderstadt. Abschluss: Erzieherin Seit 2001 Leitung der Kita Pfalz-Grona-Breite in Göttingen. Das Umfeld der Kita spiegelt die soziale Vielfalt der Gesellschaft wider und ist in Verbindung mit dem Stadtentwicklungsprogramm „Soziale Stadt“ ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Seit 2011 Teilnahme am Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration mit den Schwerpunkten: Sprachliche Bildung, inklusive Bildung, Zusammenarbeit mit den Familien.