Havva Engin

Havva EnginERÖFFNUNGSVORTRAG

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft im Kontext kultureller und religiöser Diversität

Allein 2015 flohen über 1,2 Millionen Menschen vor Krieg, Armut und anderen Katastrophen nach Deutschland, viele davon Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Herkunftsländer, der Alterszusammensetzung als auch durch ihre Bildungs- und Erziehungsbiografien von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte, die bereits hier leben.

Der Vortrag wird sich mit den pädagogischen Herausforderungen beschäftigen, die durch die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Flüchtlingsbiografie auf die deutschen Bildungsinstitutionen zukommen. Im Fokus wird die Darstellung von Gelingensbedingungen einer Erziehungspartnerschaft zwischen Bildungsinstitutionen und Familien mit Fluchtbiografie stehen.

Prof. Dr. Havva Engin, Studium „Lehramt an Gymnasien für Deutsch/Biologie“, TU Berlin. Promotion, Jun.Prof. für „Sprachförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund“, PH Karlsruhe. Seit 2014 Prof. für Interkulturelle Pädagogik an der PH Heidelberg.

Ann-Katrin Bockmann

Dr. Ann-Katrin BockmannMitSprache – Die Chancen alltagsintegrierter Sprachförderung (Vortrag)

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt,“ schrieb Ludwig Wittgenstein bereits 1918. In unserer derzeitigen politischen Weltsituation mit den Herausforderungen, die Migration und Flucht darstellen, erscheint uns dieser Satz so aktuell wie nie. Was bedeutet es, ohne Sprache in eine neue Welt zu starten, wo Sprache doch vor allem auch ein Zuhause ist und eng mit Bindung, Selbstwirksamkeit und Gefühl verbunden ist? Wie genau hängen Sprache und Gefühl zusammen und wie kann Sprachförderung auch die emotionale Entwicklung unterstützen? Wir wissen, dass additive Sprachförderung in Kleingruppen nicht den gewünschten Erfolg bringt. Aber wie können wir Kindern dann Sprache als Schlüssel zur Welt näher bringen und sie unterstützen? In diesem Vortrag wollen wir genau diesen Fragen alltagsnah und praktisch nachgehen und vor allem die Chancen alltagsintegrierter Sprachförderung in den Fokus stellen.

Sprachförderlicher Umgang mit Kindern mit Fluchterfahrung (Forum)

Kinder mit Fluchterfahrung sind erst einmal einfach Kinder und dennoch haben sie und ihre Familien Erfahrungen gemacht, die eine andere Achtsamkeit von uns im pädagogischen Alltag brauchen. Die Erfahrungen zeigen, dass diese Kinder unsere Sprache sehr schnell lernen und die Kita als sicherer Ort eine riesige Chance für ihre weitere Entwicklung ist. Und dennoch gibt es Kinder, die z.B. ihren Rucksack die ersten 6 Wochen keine Sekunde abnehmen und Eltern die hoch verunsichert sind und denen wir aufgrund der sprachlichen Barrieren nicht wie üblich alles erklären können, damit auch sie sich sicher fühlen und ihr Kind in guten Händen wissen. Das löst auch in uns Fachkräften Verunsicherung aus. In diesem Forum wollen wir mit Ihnen Erfahrungen teilen, die wir in der praktischen Arbeit mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrung gemacht haben. Wir wollen u.a. folgenden Fragen nachgehen: Wie unterstütze ich Kinder mit Fluchterfahrung in der Krippe und Kita so, dass sie leicht in die deutsche Sprache einsteigen können? Wie arbeite ich mit den Eltern zusammen? Welche meiner Ressourcen sind hierbei besonders wertvoll und wie achte ich gut auf meine Grenzen?

Dr. Ann-Katrin Bockmann ist Diplom Psychologin, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, Logopädin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Hildesheim am Institut für Psychologie. Sie ist Leitung im Sprachförder-/-bildungsprojekt „Kinder entwickeln alltagsintegriert Sprache“ (Kea) für Stadt und Landkreis Hildesheim sowie therapeutische und stellvertretende Leitung der Lehr- und Forschungsambulanz Kind im Mittelpunkt (KiM) an der Universität Hildesheim. Seit 2016 leitet sie zusammen mit Dr. Anke Buschmann (ZEL Heidelberg) das Projekt IMPULS – Sprache als Brücke zur Integration: Anleitung von Ehrenamtlichen und pädagogischen Fachkräften zu einer alltagsintegrierten Sprachförderung von Flüchtlingskindern.

Kristina Calvert / Ruth Jakobi

Calvert Jakobi

Calvert / Jakobi

Mit Kindern philosophieren:  Wer bin ich? Was macht mich glücklich? Was ist die Wahrheit? (Vortrag)

Kinder sind neugierig und stellen unablässig Fragen an ihre Lebens- und Erfahrungswelt. Lernen ist ihnen ein Grundbedürfnis. Wie können wir in unseren Bildungseinrichtungen diese Fragen der Kinder zum Gegenstand der pädagogischen Arbeit machen? Unsere Antwort: Durch Forschendes Lernen. Dabei geht es uns nicht vorrangig um die Anbahnung von Faktenwissen, sondern um die Entwicklung der Selbstkompetenzen der Kinder. Kinder finden  beim Forschen ihre Fragen durch das Philosophieren zu Fragen wie: Wer bin ich? Was macht mich glücklich? Was ist die Wahrheit?  Aber auch solche Fragen bewegen sie: Wie sieht`s in einem Hund aus? Haben auch Pflanzen Heimweh? Brauchen Christen Sternzeichen? Wie die Kinder dann ihre Frage eigenständig bearbeiten, wie sie dabei begleitet werden, welche  pädagogische Haltung die  Lehrenden einnehmen, möchten wir gerne darstellen.

Dr. phil. Kristina Calvert, geboren am 26. Juli 1961, verheiratet, promovierte Kinderphilosophin, Dozentin, Lehrerin, Autorin, Mutter von 18 Jährigen Zwillingsmädchen. Zweifache Stipendiatin DFG/ Universität Hamburg. Ethikpreis des Sonntagblatts, Anstifter-Preis (Körber) und Kiwiss (Körber) Leitung des Forschungsprojekts „PhiNa-Philosophieren mit Kindern über naturwissenschaftliche Fragen in der inklusiven Begabtenförderung“.

Ruth Jakobi war bis 2014 Schulleiterin der Grundschule Forsmannstraße  in Hamburg und entwickelte diese im Zeitraum von zehn Jahren zu einer „Hamburger Schmetterlingsschule“, die ein umfassendes Konzept zur Begabungsentfaltung und Begabtenförderung aufweist.
Gemeinsam mit der Kinderphilosophin Dr.  Kristina Calvert, die diese Schulentwicklung maßgeblich mit beeinflusste und voran trieb, steht sie nun seit 2010 zur Verfügung für Fortbildungen und Coaching zu den Themen: Philosophieren mit Kindern, Begabungsentfaltung, Forschen an der individuellen Forscherfrage

Mathias Elsner-Heyden, Karoline Meylahn-Sohl

Elsner-Heyden (l), Meylahn-Sohl (r)

Elsner-Heyden (l), Meylahn-Sohl (r)

Mit Musik Brücken bauen und Begegnungen gestalten (Workshop)

In der kulturellen Entwicklung der Menschheit spielte Musik schon immer als verbindendes Element eine bedeutende Rolle. Besonders in der derzeitigen europäischen Situation, in der interkulturelle Begegnungen immer häufiger in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen stattfinden, bieten sich Musik und Klang als vertrauensbildende und friedensstiftende Elemente an, die über Sprachgrenzen hinaus gehen. In unserem praxisorientierten Workshop wollen wir internationale Lieder singen, mit Instrumenten kommunizieren und uns von obertonreichen Instrumenten wie Klangschalen und Gongs entspannen und inspirieren lassen. Ziel dieses Workshops ist es, Anregungen zu geben Musik, Stimme und Klang im jeweiligen Arbeitsfeld einzusetzen oder/und sich selbst etwas Gutes zu tun.

 

Mathias Elsner-Heyden, Jahrgang 1960, Dipl. Sozialpädagoge, Musiktherapeut DMtG, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Klangtherapeut und Musiker, eigene Praxis für Musik- und Klangtherapie in Göttingen. Berufspraxis: Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie, Werkstätten für geistig, seelisch und körperlich behinderte Menschen, klinische Erfahrungen als Musik- und Klangtherapeut in der Universitätsmedizin Göttingen (Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hämatologie und Onkologie, Klinik für Palliativmedizin). Einbeziehung der Peter Hess-Klangmethoden in die musiktherapeutischen Arbeitsfelder. Autorisierter Ausbilder am Peter Hess Institut.

Karoline Meylahn-Sohl, Jahrgang 1965, aufgewachsen in Südafrika, Dipl. Musiktherapeutin, Studium an der University of Cape Town, Südafrika. Seit 1995 als Musiktherapeutin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Göttingen angestellt. Erfahrungen als Singleiterin im Bereich der Erwachsenen Psychiatrie und Leiterin einer Musiktherapiegruppe auf einer geriatrisch / psychiatrischen Station, auch in der Universitätsmedizin Göttingen.

 

Marion Esser

Marion EsserBeweg-Gründe – Einblicke in die Psychomotorische Praxis Aucouturier (Vortrag)

Über Körper, Bewegung und Spiel setzt das Kind im Psychomotorik-Raum die Geschichte seiner ersten Beziehungen in Szene. Die Spuren, die sich über den ersten Kontakt im Körper des Kindes eingeschrieben haben, drücken sich aus z. B. über Tonus, die Stützpunkte des Körpers, die Körperachse, das Gleichgewicht, Rhythmus, Blick und Lächeln, die Offenheit gegenüber der Umwelt, die Neugier des Kindes und seine Handlungsfähigkeit. Der Körper des Kindes erzählt uns etwas über seine Emotionen, seinen Lebenselan und seine Lust oder Unlust am Handeln. Beziehung, Lust und Handeln sind drei Elemente, die die Reifungsprozesse des Kindes maßgeblich unterstützen – genau diese drei Elemente findet das Kind im Psychomotorik-Raum.

Beziehung wagen – Über die Resonanz des Therapeuten (Forum)

Was drückt das Kind über seinen Körper aus? Wie kann die Psychomotorik-Therapeutin körperlich-emotional Antwort geben auf die vielfältigen Fragen des Kindes: Gibt es jemanden, der mich sucht? Gibt es jemanden, der mich hält? Gibt es jemanden, der mich beschützt und umhüllt? Hilft mir jemand, die Monster (in meinem Kopf) zu besiegen? Kann ich bei jemandem in Ruhe sein? usw. Die Psychomotorik-Therapeutin bietet Alternativen zum Erlebten an, die körperlich und emotional fühlbar und spürbar sind – in der –nachweislich berechtigten – Hoffnung, dass sich darüber neue und andere Erfahrungen in die leiblich-seelische Geschichte des Kindes einschreiben. Was aber lösen intensive Körperempfindungen und Gefühle bei ihr aus?

Um die spezifische Methodologie der Psychomotorischen Praxis Aucouturier (s. Vortrag „Beweg-Gründe“) besser zu verstehen, beschäftigen wir uns mit den eigenen Resonanzen in therapeutischen Prozessen.

Marion Esser ist als Psychomotorik-Therapeutin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis in der Nähe von Bonn tätig. Als Ausbilderin für diesen Ansatz der Psychomotorik (ASEFOP, Brüssel) und langjährige Wegbegleiterin von Bernard Aucouturier leitet sie das Aus- und Fortbildungszentrum ZAPPA in Bonn. Marion Esser ist Autorin von »Beweg-Gründe« und »Beziehung wagen« sowie dem Kinderbuch »Manu und Sam und das schauerliche Heulen aus der Tiefe«. Sie verfasst und übersetzt Schriften zur psychomotorischen Praxis aus dem Französischen und Spanischen. Auf europäischer Ebene ist sie in der ASEFOP tätig, dem europaweiten Dachverband der Ausbildungsinstitute, die nach dem Ansatz von Bernard Aucouturier arbeiten.

Sonja Görlich, Nina Sehrt

Sonja Görlich (l), Nina Sehrt (r)

Sonja Görlich (l), Nina Sehrt (r)

Durch den Rhythmus zur Sprache – Erste Wortveränderungen und Reimbedeutung (Workshop)

Basierend auf dem Rhythmus unserer Sprache möchten wir Möglichkeiten aufzeigen, Kindern in Einzel- oder in Gruppensituationen spielerisch Grundlagen für die Sprachentwicklung zu vermitteln. In Anlehnung an Zvi Penner möchten wir in diesem Workshop auf die Bedeutung und die praktische Umsetzung von Clippings und Reimen eingehen.

 

Durch den Rhythmus zur Sprache – Den Grundrhythmus der Sprache fühlbar und sichtbar machen (Workshop)

In diesem Workshop möchten wir aufzeigen wie der Grundrhythmus der deutschen Sprache für Kinder durch Gesten und Symbole erlebbar wird. Wenn Kinder den Grundrhythmus der Sprache erkennen, können sie Regeln für die Artikulation, den Wortschatzaufbau und die Grammatik ableiten, wodurch das Lernen der Sprache erleichtert wird.

 

Nina Sehrt, staatlich geprüfte Logopädin. Arbeit mit Krippen- und Kindergartenkindern im Rahmen des Regionalen Konzepts zur gemeinsamen Erziehung für Kinder mit und ohne Behinderung in Kindergärten.

Sonja Görlich (B.Sc.), staatlich geprüfte Logopädin mit anschließendem Studium der Logopädie. Seit 2012 gemeinsame Tätigkeit mit dem Schwerpunkt Kindersprache und frühe sprachliche Förderung in der Logopädischen Praxis Plapperschnute.

Gabriele Haug-Schnabel

haug_schnabelStark von Anfang an: Kinder auf dem Weg zur Resilienz begleiten (Vortrag / Workshop)

„Alle Kinder bei uns sind anders und das ist ja wohl ok“ (Oscar 5;8). Entwicklungsbegleitung heißt heute Vielfalt auf der Welt erkennen, sich darin orientieren und verorten können. Und das fängt im Alltag an: Mikrotransitionen, die kleinen regelmäßigen Übergänge von einer Situation in eine andere, aber auch unerwartete Veränderungen durch plötzlich aufgetauchte Stolpersteine, bieten vielfältige und nachhaltige Lerngelegenheiten, erfordern aber mindestens die gleiche Intensität in Planung und Begleitung wie andere Lernanreize. Je jünger Kinder sind, desto mehr ist körpersprachliche und verbale Mitregulation angesagt. Die erfolgreiche Bewältigung von Übergangssituationen stärkt das Kohärenzgefühl eines Kindes vielfältig: herausfordernde Zusammenhänge zu durchschauen, macht kompetent, handlungsfähig sein, heißt sich selbst „versorgen“ können, aber auch klarkommen mit einer mir selbst gestellten Aufgabe – alles große Schritte auf dem Weg zur Resilienz.

Dr. rer. nat. habil. Gabriele Haug-Schnabel, Verhaltensbiologin und Ethnologin, 20 Jahre Privatdozentin an der Universität Freiburg, lehrt aktuell „Pädagogik der Kindheit“ an der EH Freiburg und „Early Childhood Education“ an der Universität Salzburg. Sie ist Gründerin und Leiterin der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen (www.verhaltensbiologie.com).

Sabine Hess

Sabine Hess

Herausforderung Fluchtmigration – eine kritische Betrachtung der europäischen Migrationspolitik

Ausgehend von aktuellen Forschungen an den europäischen Außengrenzen wird der Vortrag ein kritisches Licht auf die politischen Prozesse und Programme werfen, mit denen das europäische Grenzregime destabilisiert werden soll. Gezeichnet wird das Bild einer Zone des permanenten Ausnahmezustands und der weitgehenden Entrechtung.

Sabine Hess ist Professorin für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Transnationalisierungs- und Europäisierungsforschung, Migrations- und Grenzregimeforschung, politische Anthropologie, kulturanthropologische Geschlechterforschung sowie die Methodenlehre. Sie ist Gründungsmitglied des Netzwerkes kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und Mitglied des Rats für Migration. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen: Movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung: Europäisches Grenzregime (zus. mit Bernd Kasparek, Maria Schwertl, Simon Sontowski), No.1/ 2015, http://movements-journal.org/issues/01.grenzregime/; zusammen mit Lisa-Marie Heimeshoff und Stefanie Kron:Grenzregime II: Migration – Kontrolle – Wissen. Transnationale Perspektiven. Berlin: Assoziation A, 2014

Nora Hettich

Nora HettichSTEP-BY-STEP – Ein Pilotprojekt zur Unterstützung von Geflüchteten in der Erstaufnahmeeinrichtung „Michaelisdorf“ in Darmstadt (Forum)

STEP-BY-STEP bietet durch niedrigschwellige Angebote zur Betreuung, Beratung und Bildung die Teilhabe von Geflüchteten von Anfang an. Im Fokus stehen stark vulnerable Gruppen wie Traumatisierte, Kinder, Jugendliche und Familien. Das Entgegenwirken von Entwurzlung und Passivität sowie das Erleben von Selbstwirksamkeit und die Wahrung der individuellen Persönlichkeit sind Hauptaugenmerke der Arbeit vor Ort. In der praktischen Umsetzung ergeben sich viele Einsichten in die Arbeit mit Menschen, die teilweise traumatische Erfahrungen gemacht haben, aus anderen Kulturen stammen und andere Sprachen sprechen sowie in die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen innerhalb dieses Feldes. (Hettich N., Leuzinger-Bohleber M., Andresen S., Iranee N., u.a)

Nora Hettich, M. Sc. Psychologin, studierte Psychologie in Freiburg, Berlin und Nimwegen. Sie arbeitete in einer Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Ausländer und ist Promovendin am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main im Bereich Trauma, Flucht und Migration.

 

Vera Kaltwasser

Vera KaltwasserAchtsam mit den eigenen Ressourcen umgehen (Vortrag)

Aus gesundheitlichen Gründen wurde dieser Beitrag leider abgesagt.

Die Berufe im pädagogischen Setting sind deshalb so anstrengend, aber auch lohnend, weil hier über die fachliche Expertise hinaus die Persönlichkeit eine tragende Rolle spielt. Achtsam mit den eigenen Ressourcen umgehen zu können, ist eine wichtige Fähigkeit, die erworben werden kann. Eine Vielzahl von Studien belegt inzwischen, dass eine Praxis der Achtsamkeit dem Einzelnen hilft, Stress zu bewältigen und die persönlichen Ressourcen zu entfalten.

In der Veranstaltung von Vera Kaltwasser werden die theoretischen Grundlagen und jüngsten Ergebnisse der Achtsamkeitsforschung erläutert und Konzepte zur Umsetzung im pädagogischen Alltag vorgestellt. Diese können helfen, den ganz persönlichen inneren und äußeren Stressoren auf die Schliche zu kommen, sie wahrzunehmen und zu entschärfen.

In eigener Sache forschen (Workshop)

Die Bewusstheit für eigene, festgefahrene Muster befreit und ermutigt dazu, die Bandbreite der eigenen Fähigkeiten auszuloten, Überforderungssituationen frühzeitig zu erkennen und proaktiv gegenzusteuern. Im Workshop können die Teilnehmenden im praktischen Tun „in eigener Sache forschen“.

Vera Kaltwasser, Oberstudienrätin, Theaterpädagogin, Autorin (u.a. „Achtsamkeit in der Schule“, Beltz 2008, „Persönlichkeit und Präsenz“, Beltz 2010), Konzeptentwicklung von AISCHU® – Interventionsprogramm für den schulischen Unterricht, Zusätzliche Aus- und Weiterbildungen in Psychodrama, Beratung, Lehrercoaching (Prof. J. Bauer), Qigong (Kassenanerkennung) und MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction) (USA)