Prof. Dr. Timm Albers

albers

Bilderbücher in Kita und Grundschule (Workshop)

Bilderbücher spielen eine große Rolle für die Entwicklung von Kindern und stellen in Kita und Schule ein wesentliches Element der Bildungsarbeit dar. Die Literacy-Erziehung beginnt mit den alltäglichen Erfahrungen mit Symbolen, Bildern und Schrift, die das Kind vom ersten Lebensjahr an sammelt. Dabei treffen Kinder in ihrer Familie auf mehr oder weniger anregungsreiche Bedingungen. Im Workshop soll die Arbeit mit Bilderbüchern thematisiert werden. Wie werden aus interessierten Zuhörern beim Vorlesen Erfinder und Erzähler eigener Geschichten?

Prof. Dr. Timm Albers, Professor für Inklusive Pädagogik an der Universität Paderborn. Forschungsschwerpunkte: Frühe sprachliche Bildung und Förderung, Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Prof. Dr. Timm Albers

albersInklusion im Übergang von der Kita in die Grundschule (Vortrag)

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Recht auf inklusive Bildung werden umfangreiche institutionelle Veränderungsprozesse für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen angestoßen. Ein besonderer Fokus ist hierbei auf die Transition vom Elementar- zum Primarbereich zu richten, deren erfolgreiche  Bewältigung umfangreiche und anspruchsvolle Anforderungen an alle Akteure stellt. Eine inklusive Bildungsbiographie ist Menschenrecht, gerade im Übergang vom Kindergarten in die Grundschule werden jedoch Hürden im Bildungssystem sichtbar. Der Vortrag liefert auf der Grundlage internationaler Erkenntnisse Perspektiven und Lösungsvorschläge.

Prof. Dr. Timm Albers, Professor für Inklusive Pädagogik an der Universität Paderborn. Forschungsschwerpunkte: Frühe sprachliche Bildung und Förderung, Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Dr. Birgit Behrensen / Carolin Kiso

Begabt, behindert, ungefördert – Begabungsförderung als Beitrag zur Inklusion (Forum) 

Dr. Birgit Behrensen / Carolin Kiso

Dr. Birgit Behrensen / Carolin Kiso

Die Forschungsstelle Begabungsförderung arbeitet mit einem breiten Begabungsverständnis, im Sinne der Annahme, dass alle Kinder – ganz unterschiedliche und unterschiedlich ausgeprägte – Begabungen haben. Untersucht wird welche Bedingungen für die Begabungsentfaltung aller Kinder förderlich sind und wie PädagogInnen Kinder in diesem Prozess unterstützen können.

Ausgehend von diesem Begabungsverständnis soll im Forum diskutiert werden, wie individuelle Förderung als Konzept der Heterogenität der Kinder begegnet und damit ein Beitrag zur Inklusion liefert. Dabei wird es auch um den Stellenwert von Ressourcenorientierung und Selbstkompetenzförderung gehen.

Dr. Birgit Behrensen, Soziologin, wiss. Mitarbeiterin der Forschungsstelle Begabungsförderung im nifbe, Forschungsschwerpunkte: Bildung und soziale Benachteiligung, Inklusive Begabungsförderung, Individuelle Förderung, Selbstkompetenzförderung, Migration und Bildung

Carolin Kiso, M.Ed., wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsstelle Begabungsförderung des nifbe. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: inklusive Begabungsförderung, Ressourcenorientierung und Jahrgangsgemischte Schuleingangsstufe.

Karsten Bertram / Sarah Müthing / Stephan Ullrich

Karsten Bertram / Sarah Müthing / Stephan Ullrich

Karsten Bertram / Sarah Müthing / Stephan Ullrich

„Wege zur Inklusion“ – Film des nifbe zu und über Inklusion in der Kita Rut-Bahlsen-Zentrum (Forum)

Die Aktualität des Themas Inklusion im Kontext von Behinderung erweckt schnell den Eindruck, Inklusion könne oder müsse sogar etwas Besonderes sein. Dabei wird häufig übersehen, dass das Schema Inklusion/Exklusion vielmehr einen alltäglichen Mechanismus darstellt, der die Teilhabe an kommunikativen Prozessen aller Menschen regelt und der spezielle Fokus auf Behinderung weiterhin das mit sich bringt, was verhindert werden soll: Exklusion. Am Beispiel der integrativen Kita Rut-Bahlsen-Zentrum unternimmt der Film den Versuch, Inklusion als immer wieder neu zu gestaltenden Aushandlungsprozess zu beschreiben. Das Besondere zeigt sich dann genau darin, Inklusion als alltägliches Unterfangen pädagogischer Arbeit zu beschreiben, das nicht länger ausschließlich auf Behinderung ausgerichtet ist.

Stephan Ullrich, BA Heilpädagoge, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Hannover, Fachbereich Heilpädagogik. Arbeitsschwerpunkte: wissenschaftliche Begleitung der Kita Rut-Bahlsen-Zentrum, Inklusion/Exklusion auf den Ebenen Interaktion und Organisation, Masterstudium „Systemische Organisationsberatung“ an der TU Kaiserslautern.

Karsten Bertram, (Erzieher/Fachkraft für Inklusion), Leitung der städtischen Kindertagesstätte „Rut- Bahlsen- Zentrum“ in Hannover. Langjährige Erfahrung in der Begleitung von Kita-Teams in Veränderungsprozessen auf dem Weg zu einer inklusiven Pädagogik.

Sarah Müthing (Dipl. Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin), Netzwerkmanagerin im nifbe-Regionalnetzwerk Mitte (Hannover). Arbeitsschwerpunkte: Beratung von Kommunen/ Landkreisen bei der Entwicklung von Qualitätsmanagementverfahren und Prozessbegleitung der Kindertagesstätten bei der Implementierung; Begleitung der Filmerstellung.

 

Bildungsregion Göttingen

Andrea Reese / Nina Zastrow

Andrea Reese / Nina Zastrow

Best Praxis in der Bildungsregion Göttingen – Hospitationsbörse Inklusion (Markt der Möglichkeiten)

Manch eine Bildungseinrichtung betritt in diesen Tagen mit der Aufnahme eines Kindes mit Förderbedarf Neuland auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft. Wer genauer hinschaut, kann jedoch auch Kindertageseinrichtungen und Schulen entdecken, die sich bereits seit vielen Jahren mit besonderem Engagement dem positiven Umgang mit Heterogenität verschrieben haben. Diese oft unentdeckten Schätze in unserer Nachbarschaft möchten wir aufspüren!

Weitere Infos unter: www.bildungsregion-goettingen.de/inklusion

Andrea Reese, Dipl.-Geographin, ist als Projektmanagerin in der Bildungsregion Göttingen tätig. Neben dem Themenfeld Inklusion arbeitet sie für das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ und die Ringveranstaltung „Kindheit in der Region“.

Nina Zastrow, Dipl.-Sozialpädagogin, ist als Bildungsmanagerin der Bildungsregion Göttingen tätig. Zu ihren Arbeitsbereichen gehören die schulische Inklusion und der Aufbau von Lernpartnerschaften zwischen Betrieben und Förderschulen in der Initiative SchulBetrieb.

„Bingokugeln im Kopf und Superhirn“

Agnes GieseEine Szenenfolge um Anderssein und Freundschaft nach dem modernen Kinderbuchklassiker „Rico, Oskar und die Tieferschatten“

„Am liebsten sind mir die Figuren, die einen Knall haben und auch noch über sich selber lachen können.“ (Andreas Steinhöfel im Interview)

In einem Berliner Mietshaus treffen sich zwei Jungen, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Beide sind Außenseiter, der eine „tiefbegabt“, der andere „hochbegabt“. Um die Entstehung einer Beziehung zwischen den beiden und um die Wert- und Vorurteile der Erwachsenen drum herum, darum geht es in dieser humorvollen Szenenfolge.

Agnes Giese entwickelt mit Mitgliedern des Theaterjugendclubs am Jungen Theater Göttingen nach dem modernen Kinderbuchklassiker eine Szenenfolge, in der Anderssein und Akzeptanz im Vordergrund stehen.

Agnes Gieseaufgewachsen in Berlin hat nach ihrem Schauspielstudium in Kassel und Berlin Theater gespielt. Seit 1995 arbeitet sie am Jungen Theater Göttingen als Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin. Sie gibt Theaterfortbildungen für Lehrer und Erzieher, unterrichtet an der Schauspielschule Kassel und leitet den Jugendclub des JTs.

 

Blickwechsel

Markus Götte -  Sabine Eder

Götte / Eder

Wie können die Chancen inklusiver Medienarbeit aufgezeigt sowie Begegnung und Austausch zwischen Förder- und Regelschülern/-innen ermöglicht werden? Der niedersächsische Kurzfilmwettbewerb »ganz schön anders. Für Inklusion. Gegen Ausgrenzung.« http://ganz-schoen-anders.org mit Filmworkshops für Schüler/-innen ist ein Projekt, das das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung fördert. Den Jugendlichen wird die Möglichkeit gegeben, Themen, die sie beschäftigen, mit Mitteln des Films bearbeiten und anderen erzählen zu können. „Wirklich Freunde. Wirklich Freundinnen“ – das ist das Motto des diesjährigen Kurzfilmwettbewerbs, der von Blickwechsel e.V. ̶ Verein für Medien- und Kulturpädagogik www.blickwechsel.org aus Göttingen zusammen mit Markus Götte vom Königsworth Medienbüro veranstaltet wird.

Weitere Infos: http://www.blickwechsel.org/nieders-ganzschoenanders.html

Markus Götte, Dipl.-Journalist/ Dipl.-Sozialwirt, gründete mit anderen Kreativen das
Königsworth Medienbüro in Hannover. Zusammen mit Blickwechsel e.V. veranstaltet er den inklusiven Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“ in Niedersachsen.

Sabine Eder, Dipl. Pädagogin; Gründungsmitglied und Geschäftsleitung des Blickwechsel e.V., Mitglied im Bundesvorstand der GMK (www.gmk-net.de). Prüferin bei der FSK. Arbeitsschwerpunkte: Medienpädagogische Fortbildung in KiTa, Grundschule und Jugendarbeit. Elternberatung, praktische Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Vorträge, Publikationen.

Wolfgang Dahms

dahms

Was zusammen gehört, muss zusammen bleiben! Inklusion in Kinderkrippe und Kindergarten am Beispiel des Regionalen Konzeptes (Forum)

Kinder mit Behinderung im Kindergarten? Heute eine Selbstverständlichkeit, aber wie war das früher? Und welche (Um-)Wege ging man in Deutschland, bevor der Begriff Inklusion in die Fachdiskussion Einzug hielt? Diesen geschichtlichen Fragen will sich der erste Teil des Vortrags widmen, „denn wenn wir wissen, woher wir kommen, können wir besser einschätzen, wo wir sind und wohin wir wollen“. 

Im Hauptteil wird das flächendeckende „regionale Konzept zur gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung in Göttinger Kindergärten“ vorgestellt. Philosophie und Eckpunkte des Konzepts werden erläutert, Video- Ausschnitte gezeigt, und es wird der Frage nach den fachlich notwendigen Standards nachgegangen.

Wolfgang Dahms, Pädagoge, war Leiter eines Kinderheims für Kinder mit sozio-emotionalen Problemen und einer Tagesstätte für behinderte Kinder, initiierte dort bereits 1983 eine integrative Kindergartengruppe, seit 1988 Leiter der Interdisziplinären Frühförderstelle Göttingen, konzipierte 1995 das „Regionale Konzept für eine gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne  Behinderung in Göttinger Kindergärten“. 

Bernhard Eibeck

Foto: Jürgen Hast

Foto: Jürgen Hast

(Teilnehmer/Podiumsdiskussion)

Integration von Kindern mit Behinderungen begann in den 70er Jahren zunächst in Kitas und wurde später in Grundschulen fortgesetzt. Sie ging einher mit pädagogischen Reformen: Situationsansatz und offene Arbeit im Elementarbereich, Wochenplan und Freiarbeit in der Primarstufe. Inklusive Pädagogik nimmt Kinder mit all ihren Interessen, ihrer Neugier und Experimentierfreude Ernst. Sie gibt ihnen Zeit zum Lernen und Leben. Inklusive Bildungseinrichtungen brauchen neue Konzepte und eine deutlich verbesserte personelle Ausstattung.

Bernhard Eibeck: Diplompädagoge, seit 1981 Referent für Jugendhilfe im Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit den Schwerpunkten pädagogische Konzepte und Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten und Schulsozialarbeit.

Felix Gebauer

Felix Gebauer

Foto: Jürgen Hast

INKLUSION –  IM SPANNUNGSFELD VON ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT (Moderator der Podiumsdiskussion)

Inklusion stellt für unsere Gesellschaft eine gewaltige Herausforderung dar. In Kindertagesstätten und Schulen treffen Kinder aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachen aufeinander. Kinder mit Beeinträchtigungen und Behinderungen sollen eine angemessene Umgebung vorfinden und Anregungen für einen erfolgreichen Bildungsweg erhalten. Damit das Vorhaben gelingt, braucht es eine Haltung, die akzeptiert, dass wir uns alle voneinander unterscheiden und als Person einmalig auf dieser Welt sind. Erforderlich sind aber auch Wissen und Können. Die besten Konzepte können allerdings nichts bewirken, wenn nicht eine entsprechende personelle, räumliche und sächliche Ausstattung gegeben ist. In der Diskussion sollen die Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Arbeit erörtert werden.

Felix Gebauer, Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaften, Politikwissenschaft und Arabistik. Auslandsaufenthalte in USA, Ägypten, Marokko, Syrien und Palästina. Er war am Aufbau des zerstörten Kinos in Jenin beteiligt und  stellvertretender Leiter des dortigen Medienkulturzentrums. Seit 2011 freiberufliche Tätigkeit an der Schnittstelle von Kultur und Gesellschaftspolitik. Die Entwicklung der Göttinger Kongresse für Erziehung und Bildung hat Felix Gebauer über den Zeitrum von 15 Jahren miterlebt und in unterschiedlichen Funktionen mitgewirkt.