Thomas Feibel

feiberlSpielen in virtuellen Welten – Wie digital sollen Kinder aufwachsen?

Was Kinder und Jugendliche heute mit einer Vielzahl von Medien anstellen, ist wirklich beeindruckend. Es wird munter gesimst, gemimst, geklickt, geknipst, gefilmt und getwittert. Aber auch getippt, gezippt, gezappt, gerapt, gehackt, gecrackt, gechattet, gelesen, geboten, gesucht, gefunden und gelöscht. Darüber hinaus noch gespielt, geschaffen, geschürft, geführt, geforscht, gefolgt, gerast, gezielt, getroffen und gewonnen. Das alles vollziehen Mädchen und Jungen mit einer erstaunlichen Beiläufigkeit, die uns immer wieder große Bewunderung abringt.

Ob Fernsehen, Handy, Computer, Konsolen oder Internet: Meistens wissen sie nicht nur sehr genau, was sie da tun, sondern auch, wie sie es tun. Vor diesem technologischen Sachverstand der Kinder und Jugendlichen müssen wir einfach den Hut ziehen. Zweifellos wächst hier eine enorm selbstständige und pragmatische Generation heran, die alles nutzt, was ihr nützt. Das ist wirklich toll. Jedoch zeigt das nur die eine Seite der Medaille.

Mit der selben unermüdlichen Energie wird in den Welten der Neuen Medien auch gelockt, geflucht, geschimpft, gelogen, gelästert, gehänselt, geärgert, gequält, genötigt, gedroht und gemobbt. Kinder und Jugendliche kommen zudem heute nicht mehr richtig zur Ruhe und bleiben mit Handy und Internet den ganzen Tag „on“. Sie stoßen im Internet auf befremdliche Inhalte, werden in Chats und Foren von Marketingstrategen benutzt oder sogar von Fremden sexuell belästigt. Sie verbringen definitiv zu viel Zeit mit Computerspielen, zum Teil voller Gewalt, oder sie verlieren sich auf Stunden in den weitläufigen Fantasylandschaften von Online-Rollenspielen.

Beunruhigt erfahren wir beinah täglich aus den Medien, wie stark die gegenwärtige Kindergeneration computerspiel- und internetsüchtig sei. Zu Hause und in der Schule werden wir oft selbst zu Augenzeugen, wenn es um die Konsequenzen dieser Entwicklung geht.

Den Erwachsenen fehlt oft der Vergleich zur eigenen Kinderzeit. Und es gibt große Schwierigkeiten mit der richtigen Balance. Es ist nun mal sehr schwer, das rechte Maß zum Umgang mit Risiken und Gefahren zu finden. Schließlich dürfen die Probleme weder heruntergespielt, schön geredet, noch maßlos dramatisiert oder übertrieben werden. Aber: Es gibt ein Recht, sich Sorgen zu machen.

Kinder brauchen viel. Viel Liebe, viel Vertrauen, viel Nähe, aber auch Selbstbewusstsein, die Einordnung und Erziehung von Erwachsenen, die auch im Medienzeitalter verlässlich für sie da sind. Hat sich wirklich soviel geändert!?

Thomas Feibel (Jahrgang 1962) ist der führende Journalist in Sachen Kinder und Computer in Deutschland. Der Medienexperte leitet das Büro für Kindermedien in Berlin und publiziert für Spiegel Online, Die Zeit, spielen und lernen, Familie & Co und viele andere. Einen Namen machte er sich unter anderem mit dem etablierten Standardwerk Der Kinder- Software-Ratgeber, der von 1996 bis 2003 jährlich in Buchform erschien und seitdem stetig online weitergeführt wird. Darüber hinaus verfasst Thomas Feibel viele Sachbücher und zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Seit 2002 verleiht er als Co-Initiator zusammen mit der Elternzeitschrift spielen und lernen den deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI, der seit 2010 unter der Schirmherrschaft der Familienministerin Dr. Kristina Schröder steht. Thomas Feibel lebt in Berlin.

Prof. Dr. Gerald Hüther

huetherGeteilte Aufmerksamk eit und die Kunst, gemeinsam über sich hinauszuwachsen

Eigentlich brauchen Kinder nur ganz wenig, um die in ihnen angelegten Potenziale entfalten und sich zu zeitlebens neugierigen, kompetenten und kreativen Persönlichkeiten entwickeln zu können: Sie müssten einfach nur das weiter erleben dürfen, was sie als Grunderfahrung bereits vor ihrer Geburt erlebt haben und was deshalb als Erwartungshaltung, als Grundbedürfnis tief in ihrem Gehirn verankert worden ist: Dass es nämlich geht, dass es möglich ist, aufs Engste verbunden und doch gleichzeitig frei zu sein, aus sich selbst heraus wachsen, über sich hinauswachsen, seine Potenziale entfalten zu können.

Es gibt eine Beziehungsform, die es Kindern auch später im Leben ermöglicht, sich auf diese Weise gleichzeitig verbunden und frei zu fühlen. Das ist die Liebe. Kinder, die sich geliebt wissen, d.h. in ihrer Einzigartigkeit von ihren Eltern, Erzieherin und Lehrerin gesehen und angenommen werden, brauchen keine Frühförderung und keinen Nachhilfeunterricht.

All jene Kinder und Jugendlichen, die nicht das Glück hatten, so gesehen und gemocht zu werden, wie sie sind, kann man aber auch später noch jederzeit einladen, ermutigen und inspirieren, gemeinsam auf ein Drittes zu schauen. Auch dort, in diesem gemeinsamen Betrachten und Gestalten, Nachsinnen oder Tun kann man sich eng verbunden und doch ganz frei fühlen. „Shared Attention“, geteilte Aufmerksamkeit, heißt diese Art der Begegnung, die es Kindern ermöglicht, sich selbst und die Anderen als gleichermaßen wichtig und bedeutsam zu erleben, sich gemeinsam mit anderen um etwas zu kümmern oder sich zusammen mit anderen über etwas zu freuen. Erst die Erfahrung von geteilter Aufmerksamkeit ermöglicht ein Zusammenleben in individualisierten Gemeinschaften und die Hervorbringung und Weitergabe kultureller Leistungen. Diese Fähigkeit ist das Herausstellungsmerkmal des Menschen. Wie diese Erfahrung von geteilter Aufmerksamkeit im Gehirn verankert wird und wie sie die weitere Hirnentwicklung und damit das Gelingen von Bildungs- und Erziehungsprozessen bestimmt, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Gerald Hüther, Dr. rer. nat. Dr. med. habil. ist Professor für Neurobiologe und leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Wissenschaftlich befasst er sich mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und populärwissenschaftlicher Darstellungen (Sachbuchautor). Mehr unter: www.gerald-huether.de. Links zu Projekten: www.win-future.de, www.nelecom.de, www.sinn-stiftung.eu, www.forum-humanum.eu

 

Prof. Heidi Keller

kellerDie kulturelle Natur menschlicher Entwicklung und Erziehung

Menschen müssen im Lauf ihrer Entwicklung Themen bearbeiten, die als universelle Entwicklungsaufgaben begriffen werden können. Lange Zeit glaubte man, dass es für diese Aufgaben beste Lösungen gäbe, die ebenfalls für alle Menschen gelten würden. Die kulturvergleichende Psychologie, die Kulturanthropologie, Ethnologie und die evolutionäre Theorie haben inzwischen jedoch sehr viel Material zusammengetragen, das deutlich aufweist, dass Lösungen kontextabhängig und damit kulturspezifisch sein müssen. Daher haben wir vorgeschlagen, Entwicklung als kulturspezifische Lösung universeller Entwicklungsaufgaben zu verstehen. In der öffentlichen Diskussion um Entwicklung, Erziehung und Bildung in der Bundesrepublik Deutschland wird jedoch nur ein kulturelles Modell diskutiert. Dieses Modell ist an psychologischer Autonomie orientiert und sieht das Kind im Zentrum, das selbstbestimmt und selbstbewußt von früh an seine Interessen durchsetzen soll. Damit ist dieses Modell jedoch nur eine kleine Gruppe in der Bevölkerung angemessen, für die hoch formal gebildete und ökonomisch abgesicherte Mittelschicht mit später Elternschaft und wenig Nachkommen. Andere Segmente der Gesellschaft, insbesondere viele Migranten aus dörflichen Lebenszusammenhängen, stehen der Orientierung an psychologischer Autonomie mit Unverständnis gegenüber. Im Vortrag werden die unterschiedlichen Sichtweisen auf Entwicklung und Erziehung herausgearbeitet und in ihrer Widersprüchlichkeit diskutiert. Vorschläge für multikulturelles Zusammenleben werden präsentiert.

 

Prof. Dr. Heidi Keller, Leiterin der Abteilung „Entwicklung und Kultur“ im Institut für Psychologie des Fachbereichs Humanwissenschaften der Universität Osnabrück und Leiterin der Forschungsstelle „Entwicklung, Lernen und Kultur“ im nifbe. Aus dem Interesse an dem Zusammenspiel von Kultur und Entwicklung ist ein weltweites multizentrisches Forschungsprogramm entstanden, in dem Kinder längsschnittlich während der ersten 6 Lebensjahre in ihrer Entwicklung begleitet werden. Die dort erarbeiteten Erkenntnisse sind Grundlage für vielfache Anwendungs – und Transferprojekte. Zahlreiche Gastprofessuren in USA, Indien, Costa Rica. 2008 bis 2010 Präsidentin der International Association for Cross Cultural Psychology.

 

Dr. Albert Schmelzer

schmelzerAnerkennung und Achtsamkeit – pädagogische Grundmotive in einer multikulturellen Gesellschaft. Das Beispiel der interkulturellen Waldorfschule Mannheim-Neckarstadt

Seit dem Hilferuf des Kollegiums an der Berliner Rütli-Hauptschule ist das Problem der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund dramatisch in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Analysiert man die Situation, so fällt der Blick auf das Versagen des Bildungssystems: Immer noch verlassen doppelt so viele Jugendliche mit Migrationshintergrund die Schule ohne Abschluss wie deutsche Schülerinnen und Schüler, nämlich etwa 20% bei den Jungen. Die Folgen liegen auf der Hand: eine höhere Arbeitslosenquote, Beschäftigungs- und Perspektivlosigkeit, Anfälligkeit für Kriminalität.

Angesichts dieser Lage erscheint eine adäquate Förderung und Integration von Migrantenkindern als zentrale Aufgabenstellung von Erziehung und Bildung. Das ist umso mehr der Fall, als immer stärker bewusst wird, dass in unserer Zeit einer rasant sich vollziehenden Globalisierung der Umgang mit kultureller Heterogenität zu einer unverzichtbaren Schlüsselkompetenz geworden ist. Wie Schule und Ausbildung sich auf diese Herausforderung sinnvoll einstellen können, soll am Beispiel der Interkulturellen Waldorfschule Mannheim-Neckarstadt dargestellt werden, deren strukturelle Ausgestaltung sich durch einige Stichwörter andeuten lässt: eine Mischung von 50% deutschen und 50% Kindern mit Migrationshintergrund aus allen sozialen Schichten, ein internationales Kollegium, Verzicht auf Sitzenbleiben und Notengebung, Ganztagsschule mit enger personaler Beziehung zur Klassenlehrerin bzw. zum Klassenlehrer, Schule als interkultureller Lebensraum mit künstlerischen Konzepten zur Sprachförderung. Diese Strukturen bilden ein hilfreiches Gerüst, zur lebendigen Pädagogik aber werden sie erst durch ein stets zu aktualisierendes Bemühen um menschliche Begegnung, die auf Anerkennung und Achtsamkeit beruht.

Albert Schmelzer, geboren 1950, hat Romanistik, Katholische Theologie und Soziologie studiert und von 1978- 1991 an der Oberstufe der Mannheimer Waldorfschule die Fächer Französisch, Deutsch, Geschichte, Kunstgeschichte und Religion unterrichtet. Nach einer Promotion in Geschichte ist er in die Lehrerbildung gewechselt und seit 1991 an der Freien Hochschule Mannheim (staatlich nicht anerkannt) tätig. Im Jahre 2003 hat er die erste interkulturelle Waldorfschule im sozialen Brennpunkt Mannheim-Neckarstadt mitbegründet, seit 2003 leitet er das Institut für Interkulturelle Pädagogik. Arbeitsschwerpunkt: Pädagogische Anthropologie; Interkulturelle Pädagogik, Geschichtsdidaktik

Heide Marie Syassen

syassenDie Philosophie der Reggio Pädagogik und was wir daraus lernen können

Die Pädagogik der Kindertagesstätten in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia hat weltweit großes Aufsehen erregt. Seit dreißig Jahren gehen Ausstellungen um die Welt, welche die Arbeit und das Lernen von Kindern und Erzieherinnen dokumentieren und Fachleute immer wieder in Erstaunen versetzen.

Inzwischen hat diese Pädagogik die elementarpädagogische Landschaft in vielen Ländern geprägt. Wem ist die Metapher von den 100 Sprachen der Kinder nicht bekannt?

Orientierungs- und Bildungsempfehlungen auch in unseren Ländern sind durchaus von der „neuen Entdeckung des Kindes“ beeinflusst. Das „Erziehungsmodell“ der Reggianer ist erstmals Bestandteil des Lehrplans im Fach Erziehungswissenschaften für das Zentralabitur 2011 in NRW.

Was also ist das Besondere an dieser Pädagogik? Was überzeugt denn so?

Reggio Pädagogik ist kein „Konzept“, kein „Ansatz“, sondern eher eine Philosophie. Es geht um Grundhaltung und Menschenbild. Und es geht um neue Erkenntnisse der Wissenschaft über die Frühe Kindheit. Im Mittelpunkt dieser Philosophie steht das Kind als sprudelnde Quelle mit seinem unerschöpflich großen Potential, das sich entwickeln will und gute Begleitung braucht.

Was aber genau verstehen die Reggianer unter „Begleitung?“ Begleitung statt Anleitung- was heißt das?

Es geht um das Individuum und um Gemeinschaft, um Räume und Atmosphäre, um Projektarbeit und Dokumentation. Wenn wir in unserer persönlichen und professionellen Haltung gegenüber Kindern und ihrer Entwicklung „offen“ sein wollen, müssen wir unsere pädagogischen Denk- und Handlungsmuster sehr gut überprüfen! Es geht um eine Pädagogik, von Menschen gelebt, die sich tatsächlich am Kind orientieren. Die die Entwicklung jedes Kindes beachten und somit erkennen, was das Kind braucht und was es lernen will und wofür sich die begleitende Erzieherin einsetzen muss. Es geht um Beachtung, Wertschätzung und Respekt. Wenn wir Kinder mit „erhobenem Kopf“ erziehen wollen, brauchen wir ein hohes Maß an kritischer Auseinandersetzung mit der Berufsrolle und ebenso der eigenen Persönlichkeit und Identität.

Heide Marie Syassen, geb. 1954; Erzieherin, Leiterin eines Familienzentrums NRW / Kommunale Kindertagesstätte in Bielefeld; Sozialtherapeutin DFS e.V.; ECHA specialist in pre-school gifted education, Universität Münster/Nijmegen; Lizenzierte Trainerin der Gesellschaft für Ganzheitliches Lernen e. V.; Gründungsmitglied und Regionalsprecherin von Dialog Reggio e. V.; Vollblut – Praktikerin mit Kopf Herz und Hand seit 1974; Als Fortbildungsreferentin im psychosozialen Arbeitsfeld seit mehr als 25 Jahren aktiv mit den Schwerpunkten in Team- und Leitungsberatung: Selbsterfahrungsorientierte Profilbildung, Entwicklung einer eigenen Hausphilosophie, MitarbeiterInnenführung und –motivation, Selbstmanagement, Konfliktmanagement, Supervision; Ausbilderin von Fachkräften für Reggio Pädagogik in Kooperation mit der Ruhr Campus Academy der Universität Duisburg/Essen und Dialog Reggio in Mainz-Bingen, Kiel und Bielefeld; Gründerin und Betreiberin von INCONTRO Netzwerk für Beratung, Fortbildung und Qualitätssicherung in Bildung und Erziehung.

Dr. Bert te Wildt

te WildtWenn das Netz zur Sucht wird …

In den vergangenen Jahren wurde weltweit in der Öffentlichkeit immer häufiger über ein neuartiges Krankheitsbild diskutiert: Medienabhängigkeit. Die öffentliche Beachtung des Phänomens als eine Form der Verhaltenssucht begann 1995 mit der ursprünglich scherzhaften Einführung des Begriffs „Pathological Internet Use“ als eine Art Scheindiagnose durch den amerikanischen Psychologen Goldberg, um auf diese Weise Kritikern des neuen Mediums Internet zu begegnen. Im Verlauf hat sich allerdings gezeigt, dass Medienabhängigkeit beispielsweise in Form exzessiven Computerspielens oder Chattens im Internet, in der Tat auch in der deutschen Bevölkerung ein zunehmendes Problem darstellt. Mittlerweile stellt die Abhängigkeit von Internet und Computerspielen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen eine zunehmende Herausforderung für das psychosoziale Versorgungssystem und die Gesellschaft als Ganzes dar. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es oft noch schwierig, kompetente und ortsnahe Hilfe zu finden. Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und im positiven Sinne eine Adaption an die exponentielle mediale Entwicklung zu ermöglichen bedarf es vor allem auch präventiver Maßnahmen. Im Hinblick auf Internet- und Computerspielabhängigkeit können die Forschungsergebnisse der klinischen Medienpsychologie Anregungen für eine in diesem Sinne präventiv wirksame Medienpädagogik geben, wobei es dabei nicht nur um die Vermittlung von Medienkompetenz sondern auch von Medienabstinenz geht.

Dr. Bert te Wildt; Assistent in der Abteilung für Klinische Psychiatrie und Psychotherapie an der MHH; 11/2004 – Forschungspreis der Stiftung Lebensnerv für die Dissertation „Magisches Denken bei Multiple-Sklerose- Patienten“; 5/05 – Facharztprüfung für Psychiatrie und Psychotherapie; 4/05 – Suchtmedizinische Grundversorgung; 3/04-3/08 – Ausbildung in Gruppenanalyse, Gruppenanalytische Seminare (GRAS), Bonn; seit 10/05– Oberärztlicher Leiter der Poliklinik I, der psychiatrischen Zentralen Notaufnahme, des psychiatrischen Konsildienstes, der Institutsambulanz und des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der MHH; 10/2006 – Wilhelm-Bitter-Preis (1. Platz) der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie für den Beitrag „Erinnerung und Sehnsucht im Cyberspace“; 11/2008 – Mitgründung des Fachverbands Medienabhängigkeit und Wahl zum Vorstandsmitglied; seit 2/2009 – Leiter der Arbeitsgruppe „Medien- und Glücksspielabhängigkeit“ und stellvertretender Leiter des Center of Addiction Research (CARe) an der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover; 9/2009 – Habilitation an der Medizinische Hochschule Hannover und Zuerkennung der Lehrbefähigung für das Fachgebiet „Psychiatrie und Psychotherapie“ mit der Habilitationsschrift „Medialität und Verbundenheit – Zur psychopathologischen Phänomenologie und Nosologie von Internetabhängigkeit“.